Dieseldunst
I'd rather be a forest than a street.
Donnerstag, 30. 08 12

30.08.12, 13:12 | 'Rage within the machines'
Falls Sie sich über das unvermittelt hereinbrechende Tief wundern, das nicht nur das Wochenende, sondern gleich auch noch die komplette nächste Woche einsauen soll: Ich habe Urlaub beantragt.
Aber ich habe auch genug Arbeit im Stall. Soll es doch regnen draußen.
# |  2 RauchzeichenGas geben


30.08.12, 08:07 | 'Press any key to reboot'
Das Mädchen vor mir mit den viel zu dünnen Beinen und dem viel zu dicken Parfum.

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Der Busfahrer mit Telefon am Ohr, Spurwechsel trotz meiner Wenigkeit auf der Nebenspur und hektischem Gefuchtel aus dem Fenster.

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Der große Mann, der mir einen Abend lang vor der offenen Tür seines Hauses von seinen Reisen mit dem Liegerad erzählt, während er immer wieder seinen jungen Hund herbeiruft.

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Der Vermieter, großstädtisch elegant und höflich, der sich so gerne von den Kühen erzählen lässt. (Daß mir Stallgeschichten einst dabei helfen würden, eine Wohnung zu bekommen, hätte ich ja auch nie gedacht.)

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Der Praktikant, der immer wieder unvermittelt meinen Bildschirminhalt kommentiert.

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Die Freunde, die mitten in der Nacht auftauchen und die Reste essen. Einer von ihnen schläft am Tisch ein.

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Die Freundin der Freundin, schlank und nervös und hell bis zur Transparenz. Wie sie Zigaretten dreht, mit ihren langen Fingern, und sie raucht, tausend Mal aschend.

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Das Mädchen, das mir zum Geburtstag gratuliert. Klein und feingliedrig, mit wundervoll runden Schultern und braunen Armen. Stupsnase. Wir beugen uns über unsere Räder, und ganz kurz berührt mein Kinn ihre Schulter. Ein Schweißtropfen löst sich. Als ich hinter ihr radle, zeichnen sich deutlich die Muskeln an ihren Armen ab.

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Das Mädchen in der Küche, über meinen Nudelsalat gebeugt: "Zwiebeln!" mag sie nicht. Ich zucke die Achseln und schneide weiter.

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Für jeden zwei liebevolle Sätze.
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