Dieseldunst
I'd rather be a forest than a street.
Sonntag, 2. 10 16

02.10.16, 15:00 | 'Ansatzlos'
Ich bewundere ja den Himmel, die Wolken, die Sonne und all die wundervollen Farben. Über Menschen wundere ich mich einfach so.

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Da erzählt eine davon, wie sie Hunde sozialisiert.

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Einer erzählt vom Gewicht seines Fahrrads.

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Einer arbeitet so lang, bis er vor Müdigkeit kaum mehr stehen kann. Mit halbgeschlossenen Augen erzählt er von seiner Tochter.

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Hinter einer Fabrik in der Abendsonne sitzen zwei und trinken so lange Bier miteinander, bis sie ihren Streit vergessen haben.

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Ich habe ganz schön was mitgenommen aus diesen Sommermonaten.

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Die Teilnehmer einer Reisegruppe veröffentlichen die Fotos, die sie gemacht haben. Da teilen zwei ihre Begeisterung für prunkvolle Gebäude und sich selbst als Pärchen davor. Da fotografiert ein anderer die Stockbetten im Hostel, die Bäder, die Toiletten.

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Ich versuche ja, milde zu sein. Nicht zu verzweifeln. Nur wundern, nicht ärgern, wie mein Senior immer gesagt hat.

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Menschen, die in Rage geraten, wenn sie ihre Arbeit nicht schnell genug tun können. Die Ästhetik der Arbeit.

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Wie ich mich mag in diesen langen Maisnächten.

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Zwei, die sich für Autos interessieren. Reden über Felgen, stecken immense Summen in die Fahrzeuge. Kaufen, besitzen, verkaufen.

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Ich schaffe es gerade so zum Tüv.

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Wo wohnen?

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Ich treffe einen, der an einem Freitagabend um neun noch ein paar Dinge erledigt, im Lehrerzimmer. Im Vorbeilaufen klopfe ich an die Scheibe, wir reden dann doch lang über das Geländer und den Fenstersims hinweg.

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Menschen, die von ihrer Diät erzählen, bis zur Unverständlichkeit nuschelnd, während sie Pizza aus einer Pappschachtel essen und ich endlich ins Bett möchte.

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Was wohl meine großen Widersprüche sind, die ich selbst nicht sehen kann?

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Meine Mühe und meine Präsenz habe ich schleifenlassen in diesem Jahr und diesem Ort. Man merkt es sofort. Da kriegen sie Kinder, und ich nichts davon mit. Ich müsste das Telefon als solches verstehen lernen.

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Ich tue mich schwer, in Gruppen einzudringen.

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Was wohl meine Passion sein wird?

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Jetzt erst mal Schulden bezahlen. Und ein Eis, vielleicht.

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Dank des nachbarlichen Umzugs habe ich nun wieder kein Internet. Das hat mich letztes Jahr schon einige Seiten im Schriftstück weitergebracht und soll es auch dieses Jahr wieder tun. Erzwungene Konzentration.

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Vielleicht ist mein Widerspruch, daß ich mit Inbrunst Traktoren fahre, anstatt in der freien Zeit das Schriftstück zu verfertigen.

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Zwei Gespräche und ein glücklicher Abend.

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Überhaupt Zweisamkeit.
# |  2 RauchzeichenGas geben


02.10.16, 14:37 | 'Der Vollstaendigkeit halber'
Bleibt alles anders.

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Zu mir finden.

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Phantomschmerz und Abwürfe.

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Schnell noch Zahnbürste und Kaffee für das neue, alte Büro herrichten.
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