Dieseldunst
I'd rather be a forest than a street.
Dienstag, 1. 05 12

01.05.12, 22:51 | 'Power to the Bauer'

Wenn man nur immer den Linien folgen könnte.
# |  Rauchfrei | Gas geben


01.05.12, 22:27 | 'Das Auge des Betrachters'
Gelacht.
Gefeiert.
Nachgedacht.
Unzufrieden.
Abgespannt.
Angestrengt.
Einseitig belastet.
Gewandert.
Sonnenbrand.
Vertrag unterschrieben.
Morgen: Zur Post.
Ab Juli: Große Stadt. Großes Unternehmen. Großer Plan.

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Ein alter Herr auf der Straße vor seinem Haus mit dem wunderbar wilden Garten. Seine Hände schwer und schwielig, seine Gestalt hager, leicht gebeugt, zu nah, aber noch nicht unangenehm: "Macht es wie ich. Schafft einfach gern."

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Wir sitzen auf einer Stufe, die Füße an zerschrammte Felgen gelehnt. Er erzählt von dem Haus seiner Großeltern, das er sich richten wird. Er hat studiert, er hat begonnen zu arbeiten, jetzt beginnt er das nächste. Immer weiter.
Wie fest er wirkt, und daneben ich, flatterhaft.

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Mais gesät.
Eine Wohnung in einem Schloß besichtigt. Mich in die geschnitzte Wendeltreppe verliebt.

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Experten zugehört, wie sie Lerchenfenster diskutieren. Die kleinen Maßnahmen, sagt sie, und ich denke an meine Heckenstümpfe. Lebensräume.
Dann sitze ich wieder Tag für Tag fünfzig Kilometer im Auto.

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Mein Holz im Garten, und dort ist eben alles schwierig. Eben kein Hof.

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Nachtragend sei er nicht, meint er, nachdem er mich angeschnauzt hat. Ich nicke nur. Ich bin nachtragend.

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Was ich nicht mag: Wenn jemand an meiner Stelle antwortet.

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Ich habe mich wohl darin verschätzt, mit was ich meine Zeit verbringen könnte.

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Ich will Fortschritt und weiß nicht recht, wohin.

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Manchmal sind es wundervolle Abende.

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Die junge Dame neben mir. Die hübsche Pöblerin. Wie sie von ihrer Prüfungsangst erzählt. Wie aufmerksam sie zuhorcht. Wie sie Ehrlichkeit in sich aufsaugt.

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Irgendwann Doktor sein und nur noch in Gummistiefeln stehen.

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Ich möchte nicht nur Zufallsbesuch sein.

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Das Gehampel.

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Was zählt die Uhr?
Wie sperrt man eine Strasse?

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Auf einem Dachboden gerobbt, die Motorsäge zwischen den Bodenbrettern. Irgendwann flüchte ich aus dem blauen Dunst nach unten, prügle die Dielen durch die Balken und schaue den Entsetzten zu, wie ich ihr Zuhause verwüste.

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Keine Ahnung.
Keine Zeit.
Kein Geld.
Wir schrauben alte Bodenbretter an die Sparren.

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Wie begeistert er die Bäume erklärt.

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Auf Großwildjagd.

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Und überhaupt bin ich oft müde. Rastlos. Sofa kann ich nicht, sitzen kann ich nicht. Ich muß bewegen, mich und etwas, und dann irgendwann ganz lange ruhen.

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Die Sonnenaufgangswanderung. Ich sehe das Morgenrot um fünf, und als die Wanderer um sechs am Felsen stehen, läuft das Gebläse an, das Surren wird laut und grell, die Schare stoßen in den Boden.

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Das Schönste: Der gemeinsame Sortenversuch. Ich arbeite ja fast nur noch alleine, und das Zusammen, das Absprechen, das fehlt mir oft. Daher baue ich so gerne.

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Einfach so einen Freund angerufen. Lange nicht gesehen.

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Ein Geschenk für Oma.

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Die vertauschten Ortstafeln der Mainacht, und wie ich mich freue, um die Heimat gewandert zu sein.

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Jetzt schon: Heimweh. Diesmal mit Ansage. Als ich zum ersten Mal ging, habe ich nicht nachgedacht. Ich stand am Gleis, am ersten Tag, und da war es. Am zweiten Tag fuhr ich mit dem Motorrad, und es blieb.
Nie hätte ich gedacht, daß ich das freiwillig -. Nein.

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Der Moorsee, und wie sie lachen, als ihre Hunde im Schilf die Hühner jagen. Hundehalter ersäufen, echt ey.

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Das Glück mit der neuen Pumpe und den zwei Bar in den Reifen. Das Glück des kurzen Vorbaus am langen Rad und des langen Vorbaus am kurzen Rad.
Aller Kauf und Tausch ist Glück, gerade.
# |  2 RauchzeichenGas geben