Dieseldunst
I'd rather be a forest than a street.
Montag, 19. 11 18

19.11.18, 20:27 | 'Die Verehrung des Wurstsalates'
Mir gelingt leider so selten eine Salatsauce aus dem Handgelenk derart, daß ich sie nicht aus schwäbischem Pflichtbewußtsein gegenüber dem teuren Essig, sondern aus purem Genuß ausschlürfe, und zum Glück esse ich oft allein, denke ich dann.
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Mittwoch, 3. 01 18

03.01.18, 10:27 | 'Die Verehrung des Wurstsalates'
Entweder ist die Milch vom letzten Jahr in der Zeit zwischen meinem Sieben-Uhr-Kaffee und dem Neun-Uhr-Müsli sauer geworden, oder ich habe eine neue Methode zur Verwertung noch nicht völlig verdorbener Milch gefunden. Und eine Erklärung für das Rumoren im Magen, aber was weiß ich schon.
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Mittwoch, 27. 04 16

27.04.16, 08:12 | 'Die Verehrung des Wurstsalates'
Kartoffelspalten in einer öligen Schüssel rütteln, auf ein Backblech mit Backpapier geben, salzen, pfeffern. Fast fertig backen. Nebenbei Lauch schneiden, Pute kleinschneiden, Schalotten, Knoblauch, Ingwer, Spitzpaprika, Kirschtomaten, Champignons. Einen Becher Sahne mit etwas Weißwein, Chili, Salz, Pfeffer und Pesto anrühren und mit dem Geschnittenen vermischen. Kartoffelspalten untermischen, noch einmal ohne Backpapier backen. Kurz vor Ende mit Rucola überstreuen.
Das geht fix und schmeckt der Doktorin, und deshalb notiere ich mir das und koche das mal wieder.
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Mittwoch, 20. 01 16

20.01.16, 21:18 | 'Die Verehrung des Wurstsalates'
Nun. Ich will ja abenteuerlustig einkaufen.
Ich schneide also zwei Schweineschnitzel klein. Zwei kleine Zwiebeln dazu. Eine Knoblauchzehe. Zwei Kohlrabi. Eine gute Ecke von der Ingwerwurzel. Brate all das an, mit Salz, Pfeffer und Chilipulver. Dazu ein wenig Basilikum von dem Zweig, der den ganzen Tag am Fenster stehen durfte und trotzdem etwas trostlos über seinen Topfrand hinunterhängt. Dazu koche ich etwas Reis, weil es Bulgur diese Woche schon gab. Irgendwann lösche ich das Gebratene mit genügend Sahne und zur Sicherheit auch noch mit Milch ab, weil es doch noch sehr nach Chili leuchtet und nach Ingwer duftet. Zwei kleine Stücke Parmesan dazu, ein drittes esse ich einfach so, ohne das geht es nicht. Den Reis kippe ich irgendwann dazu, weil ich den Topf spülen will, und lasse währenddessen alles zusammen köcheln.
Schmeckt. Ehrlich.
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Freitag, 17. 04 15

17.04.15, 01:54 | 'Die Verehrung des Wurstsalates'
Der Rechner rettet fleißig Bilder mittels irgendwelcher Helferlein, die mir hier die Platte vollschmeißen mit Zeug, das irgendwann mal auf dieser Karte drauf war und von dem ich größtenteils keine Ahnung mehr habe, ich habe den ersten größeren Unsinn des Nachurlaubs gemacht und bin einem anderen recht erfolgreich ausgewichen, habe einen ganzen Tag intensiv und nur durch zusammenzulegende Wäsche unterbrochen gearbeitet und sitze jetzt mit kalten Zehen hier, weil in den letzten drei Wochen wohl meine Hausschuhe Füße bekommen haben. Außerdem bin ich furchtbar müde, was wohl irgendwie mit der Uhrzeit zusammenhängt, und ich habe noch keines der eingetroffenen Einschreiben geöffnet, sondern gehe jetzt einfach ins Bett, sonst kriege ich ja nie wieder so etwas wie einen Schlafrhythmus.
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Dienstag, 17. 06 14

17.06.14, 16:15 | 'Die Verehrung des Wurstsalates'
Und wie ich am Morgen zum Auto laufe, um das Rad aus dem Kofferraum zu zerren, da bemerke ich, daß ich in der Nacht unter einem Kirschbaum geparkt habe und beginne die Radtour ins Büro einhändig, die andere Hand voll mit süßen Kirschen, frisch gestohlen von den Ästen, die bis auf die Straße reichen. Dafür habe ich nicht bemerkt, wo mein Schutzblech nun geblieben ist. Aber so bald wird es ja nicht regnen.
Sommerliche Gelassenheit. Bald ist Sonnwend.
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17.06.14, 09:05 | 'Die Verehrung des Wurstsalates'
Beim Mittagessen bin ich noch überrascht, daß Deutschland schon spielen soll. Um vier lasse ich mich überreden, und um zehn nach sechs stehen wir in der Stadt vor einer fremden Wohnung, und als wir klingeln, öffnet niemand. Stattdessen Gebrüll aus allerhand Fenstern. Der Freund verzweifelt, und trotzdem kommen wir rechtzeitig, denn bis so ein Elfmeter vorbereitet ist, hat irgendjemand die Zeit, uns einzulassen. Dann sitzen sie auf einem Sofa und ich auf einem Stuhl, und ich bewundere die schöne Altbauwohnung mit dem Kachelofen. Darauf das Modell eines Porsche, darüber ein Kalender, daneben ein Produktkatalog. Auf dem Katalog die Bestellung, aber das bekomme ich erzählt, das sehe ich nicht. Stattdessen schaue ich durch die Türen in die noch nicht fertig eingerichteten Zimmer oder durchs Fenster, wo sich draußen ein Bäumchen in der Brise schaukelt, als hätte es Spaß daran. Die Topfpflanze ist ein Bananenbaum, und als ich irgendwann lange genug nichts gesagt habe, denke ich mir etwas aus. Nur nichts zum Fußball, also sage ich plötzlich, daß ich noch nie einen so großen Fernseher gesehen habe. Das finden alle sehr lustig, glaube ich. Dann denke ich noch, daß er ganz furchtbar hässliche Beine hat und besser an einer Wand weit oben hängen sollte. Seit die Dinger flach sind, geht das ja. Und Beine bräuchte er dann auch nicht. Dann ist Halbzeit, und es gibt frisches Bier für die anderen.
Später laufen wir in die Stadt, und ich sehe, wie sich Menschen zusammenrotten. Die Polizei ist auch da, und sie ermahnen ab und zu einen, der aus einem Auto hängt oder auf eine Laterne klettert. Überall Fahnen, Bierbecher und Geschrei. Zwischendrin lassen Motorräder die Reifen rauchen. Wir gehen Essen.
Nobel ist es hier, und irgendwas mit Orient. Im Endeffekt ein Dönerladen mit komplizierter Speisekarte, denke ich, als ich so nutzlos im Weg stehe. Ein Mädchen winkt mich zu ihr, und ich wehre ab. Lass mich noch ein wenig denken, sage ich, und als ich dann zu ihr an die Theke komme, lacht sie: "Ausgedacht?"
Ja, sage ich und bestelle. Dann darf ich bezahlen und werde weggeschickt. Wird gebracht. Wir setzen uns nach draußen und bekommen unser Essen. Der Kellner erzählt etwas von RFID, und tatsächlich sind große Kleber auf den Tabletts angebracht. Mein Essen ist trotzdem nicht, was ich bestellt habe, aber weil es eben in Fladenbrot gewickelt ist, bemerke ich das erst beim Essen. Das freundliche Mädchen kommt, und obwohl ich nichts sage, bemerkt sie den Fehler. Ich bringe noch einen, sagt sie, und ich nicke kauend. Ich beiße in das zweite Fladenbrot - wieder verkehrt. Sie bringt lachend ein drittes, und ich bitte um Gnade. Ich kann nicht mehr essen. Wir reden dann von einem, der noch im Büro sitzt und berät, und ich denke mir etwas aus mit verschiedenfarbigen Papieren statt des doofen RFID. Wäre ich Berater, könnte ich damit reich werden. Dann müsste ich aber auch Folien machen und könnte um diese Uhrzeit nicht draußen beim Essen sitzen.

Zurück in der Wohnung bewundere ich meine Teekräuter, die meine Abwesenheit zum Wachsen genutzt haben. Ruhe scheint also gut für sie zu sein. Aha. Dann gehe ich eben ins Bett.
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Dienstag, 7. 05 13

07.05.13, 08:53 | 'Die Verehrung des Wurstsalates'

Verliebte Knethaken, nachts um halb zwölf, frisch aus dem Pfannkuchenteig.
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Mittwoch, 23. 01 13

23.01.13, 11:26 | 'Die Verehrung des Wurstsalates'

Die neue Backform passt zum kleinen Ofen und zum kleinen Haushalt, denn größer kann ich hier weder backen noch essen. Außerdem werden die entstehenden Backwerke ob ihrer Größe gern als süß tituliert, und das reicht mir als Lob ja schon fast.


Auch sonst ist die Küchenkunst von einer Sparsamkeit geprägt, die meine Mutter dazu gebracht hat, mir einen Teigschaber zu schenken. Dabei bleibt in einem Löffel viel mehr hängen, das man abschlecken darf! Zur Aufbewahrung des getrennten Eigelbs dient beispielsweise die Eierschale, die sich hierfür wunderbar eignet. Nur an den Tisch stoßen sollte man nicht, kullern können die Dinger nämlich wunderbar.


Und so ein Abend, der seltsam früh beginnt, weil ich noch zu einem Termin musste und mich danach nicht zu noch einmal fünfundzwanzig Radelkilometern im Schnee aufraffen konnte, führt dann zu solchen Ergebnissen. Da kauft man einen Mixer und Kartoffeln, und dann rennt man ja doch noch einmal zum Supermarkt, weil man nun lieber backen möchte, aber Vanillzucker fehlt. Der fehlt ja nun doch immer und überall, finde ich. Also gibt es Zwiebelkuchen, Apfelkuchen und Kirschkuchen, und da kann man ja tolle Synergieeffekte nutzen. Während ein Kuchen backt, wird der nächste gerührt. Und die übrigen Kirschen, die nicht in und auf den Kuchen passen, die isst man einfach so.

Das alles ist schon eine ganze Woche her, und ich wäre ja nicht auf die Idee gekommen, davon zu erzählen, wenn nicht an dieser Stelle der Transport von Kuchen mit dem Rad erörtert worden wäre. Der gestaltet sich durchaus schwierig. So schneide ich Blechkuchen nach Augenmaß passend zu den wenigen Plastikschüsseln, die ich besitze, und verpacke erst diesen darin und anschließend wiederum jene in einem Rucksack. Kuchen aus der Springform packe ich auf einen Teller, und diesen wiederum in eine große Blechschüssel. Da tariert sich die ganze Chose weitestgehend selbst aus, weil der Teller in der Schüssel rutschen kann, und wenn man eine große Plastiktüte überstülpt, dann sieht man das Elend der herunterfallenden Kirschen auch nicht gleich und bewegt sich viel entspannter. Die Plastiktüte hängt man sich an den Lenker und muß dann nur noch darauf achten, im Schnee nicht vom Rad zu fallen.
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Donnerstag, 10. 01 13

10.01.13, 09:41 | 'Die Verehrung des Wurstsalates'
Gestern gelernt: In einem Laden, in dem die Verkäuferin Schlabberklamotten trägt und die Haare mühselig und halbfertig strähnig hochgesteckt trägt, in dem auf der Tafel an der Wand steht, daß Cola Koffein enthält, unterstrichen mit drei Ausrufungszeichen, wo die Gerichte vegetarisch, vegan und vasveisichdennnoch sind, da bekommt man für eine Menge Geld ganz wenig, und das wenige wird dann mit einem halben Glas süßem Senf Hausmacher Art ertränkt, den weiter hinten jemand aus einem Glas in die Blechschüssel kratzt, da bekommt man ein hungriges Loch im Magen, wo zuvor nur ein wenig Appetit war, und am Ende eine pelzige Zunge von den vielen süßen Senfkörnern. Aha.
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