01.06.26, 13:07
In einem mehr oder minder benachbarten Weblog wird auf die Studie der UNICEF zum Wohlbefinden von Kindern verwiesen, und darin besonders auf die mangelnde Bildung. Dies wird verbunden mit einem Ausdruck der Unmut über die derzeitige Regierung, insbesondere ihren Kanzler. Das ist einerseits sehr im allgemeinen Trend, andererseits aber etwas lustig: Zur Bildung gehört vielleicht das Wissen, dass Bildung Ländersache ist. Es gehört vielleicht auch dazu, eine Studie, aus der man Schlüsse ziehen möchte, wenigstens in Auszügen zu lesen. Herangezogen werden darin nämlich PISA-Ergebnisse aus dem Jahr 2022. Und nebenbei: Die neuesten Zahlen der Studie zu anderen Bereichen des Wohlbefindens sind aus dem Jahr 2024. Und wer es gern noch genauer hätte: Die Trends der letzten Jahre setzt dieser Bericht schlicht fort. Vor allem im Bildungsbereich sind die PISA-Ergebnisse Deutschlands in den meisten Bereichen seit dem Jahr 2012 schlechter geworden. Wer also nach Schuldigen sucht, wird andernorts und zu anderen Zeiten fündig werden. Und nach Lösungen sucht ja schon lang keiner mehr.