26.08.09, 16:04 | 'Heller als tausend Sonnen'
Ich erzähle von dem neuen Motorrad, das durch mich hindurchgeistert, den ganzen Sommer schon. Warum, fragt sie, und mir fällt nur das lapidare Schönsterben ein, also Sterben in Schön, wenn schon denn schon, und "Lieber tot und cool als lebendig und uncool", weil ich früher so Motorrad gefahren bin und früher immer alles besser war. Sie schiebt die Brauen hoch, und darin ist so wenig Böses und so viel Unverständnis, daß mir plötzlich wieder einfällt, wieso ich dieses Mädchen mal geliebt habe, und dann fragt sie, was ich zum Begräbnis haben möchte, und das ist ein sehr stiller Moment, weil das alles sehr scherzhaft war bis jetzt, und uns beiden fällt auf, daß man die Wahrheit manchmal nur im Scherz sagen darf, und ich überlege kurz, die anderen warten.
Eine Fichte, sage ich schließlich. Buchen dauern mir zu lange, und Eiche wäre vorbelastet, denke ich. Mammutbaum wär wohl zuviel und die kalifornische Zeder, die ich gern gehabt hätte, kann ich nicht einmal von einer normalen unterscheiden, und sowieso sind ja Fichten wie Zedern Kiefern, aber das habe ich auch eben erst gelesen. Außerdem bin ich im Januar zwischen Fichte und Kirsche grade mal so davongekommen, was man aber der Fichte so gar nicht anlasten kann, ich hab sie ja auch umgesägt.
Sie lacht nicht mehr, sie lächelt milde und verspricht mir die Fichte. Aus dem eigenen Wald, und auch ich lache nicht mehr, wir sehen uns nur an. Plötzlich weiß ich, daß sie dieses Versprechen halten wird, daß sie sich erinnern wird, und lächeln, und bei der Leich' wird sie die Stimme erheben und zum Besten geben, wie es denn zur Fichte kam.
Eine Fichte, sage ich schließlich. Buchen dauern mir zu lange, und Eiche wäre vorbelastet, denke ich. Mammutbaum wär wohl zuviel und die kalifornische Zeder, die ich gern gehabt hätte, kann ich nicht einmal von einer normalen unterscheiden, und sowieso sind ja Fichten wie Zedern Kiefern, aber das habe ich auch eben erst gelesen. Außerdem bin ich im Januar zwischen Fichte und Kirsche grade mal so davongekommen, was man aber der Fichte so gar nicht anlasten kann, ich hab sie ja auch umgesägt.
Sie lacht nicht mehr, sie lächelt milde und verspricht mir die Fichte. Aus dem eigenen Wald, und auch ich lache nicht mehr, wir sehen uns nur an. Plötzlich weiß ich, daß sie dieses Versprechen halten wird, daß sie sich erinnern wird, und lächeln, und bei der Leich' wird sie die Stimme erheben und zum Besten geben, wie es denn zur Fichte kam.