Dieseldunst
I'd rather be a forest than a street.
Freitag, 30. 11 12

30.11.12, 12:10 | 'Kann Spuren von Irrsinn enthalten'
Klein und leicht und irgendwie transparent. Sie sieht gern auf, denke ich.

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"Gut, daß Du da bist", sagt sie gleich. "Das Gespräch ist bisher eher so..."
Ja, denke ich, als wir sitzen und reden. Abschätzig, als säße sie überhöht zwischen den Unterhaltern. Dann doch wieder gern bereit, sich unterhalten zu lassen. Sie zeigt ihre Langeweile und verbirgt ihre Begeisterung. Wahrscheinlich muß das so, wenn man schön ist, denke ich.

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Ich stehe in der Kabinentür und rede nach drinnen. Ja, ich bin der mit dem T-Shirt. Ein Radrennen, ja. Würde mich freuen, Dich zu sehen, sage ich. Aber man muß da schon ein wenig wahnsinnig sein.
Vom Treppenabsatz pfeift es. Komm, Wahnsinniger, lacht es da.

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Das Motivationsmonster.

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Wie man Menschen verkennt. Wie ich Menschen verkenne. Immer. Das ist nicht schlimm, ich mache das gern. Ich muß nicht treffen. Ich ziele ja nicht einmal.

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Es fahren keine Bahnen mehr. Personenschaden, sagen sie, und dann noch viel Unverständliches. Es schneit und regnet, es ist spät, und ich muß raus aus der Stadt. Komm zu mir, leuchtet es da, in meine Richtung läuft es noch.
Ich trotte los. Nicht einmal neun Kilometer, sagt das Steicheltelefon. Eine Stunde, vierzig Minuten. Hundert Minuten, denke ich. Hundert Schritte je Minute, wie mir ein alter Haudegen mal verriet. Nach zehn Minuten bin ich nass. Nach achtzig Minuten bin ich da.
Ich bin da, antworte ich. Hab vielen Dank. Als ich am Bahnhof vorbeikomme, strömen die Fahrgäste heraus. Die Bahnen fahren wieder. Aber auf Bahnen habe ich ja noch nie gewartet.

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Aber brenna duat's guat.
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