Dieseldunst
In den Gelben Seiten unter Träumer.
Freitag, 18. 09 26

18.09.26, 13:57
Nachdem auch vom Bahnsteig der neuesten PISA-Studie der Empörungszug wieder abgefahren ist, wurde in den Gedächtnissen wohl nur ein Gedanke hinterlassen: Wir geben zu wenig Geld für Bildung aus. Wenn man die Gesamtsumme außen vor lässt und den Bezug auf das Bruttoinlandsprodukt wählt, stimmt das. Beim Bezug auf die Schülerzahl stimmt das nicht. Der hinterlassene Gedanke allerdings bietet zwei Vorteile: Er ist einfach und hat einen klaren Schuldigen, der vorzugsweise jemand anders ist. Und er bedient den hierzulande seltsam beliebten Wunsch, jedes Problem so lange mit Geld bewerfen zu wollen, bis es sich in seine eigene Lösung verwandeln möge. Ich möchte daher aus meinem kleinen Abteil des Zuges winken und darauf hinweisen, daß Verbesserungen wie in England nicht nur durch Geld erreicht wurden, und daß in den Artikeln über die Spitzenreiter wie Japan oder Singapur der Begriff des Geldes nicht einmal erwähnt wird.
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18.09.26, 13:24
(Die am gestrigen Abend überaus sachlich vorgetragene Schulung zu Bränden in Stallungen und den Möglichkeiten zur Rettung von Tieren war sachlich vorgetragen, klar und nachvollziehbar in ihren Aussagen und wurde am Beispiel einer realen Großschadenslage vollzogen, die in der Öffentlichkeit ganz anders ankam. Für uns diente sie dazu, Brandausbreitung und besondere Gefahren beim Einsatz in solchen Szenarien zu verdeutlichen und vor allem die Grenzen des Machbaren aufzuzeigen: Für die wirklich allermeisten Tiere war keine Rettung möglich, und für die wenigen nur unter immensen personellen Aufwänden. Das Bild von einem Bagger vor einem Haufen an Kadavern war dazu eindrücklicher als die vorgestellten Zahlen. Abgerundet wurde das Bild durch die organisatorischen Schwierigkeiten im Anschluss: zum einen die Entsorgung dieser riesigen Mengen an Tod, und die langwierige Versorgung derer, die mit dem Geruch, Geräusch und Anblick im Angesicht ihrer eigenen Hilflosigkeit konfrontiert waren und all das lang und mühsam aufarbeiten mussten. Wenig dazu passend die öffentliche Meinung, gezeigt anhand eines Mediums, das einst als Bilderportal galt. Da war kein Dank und auch kein Entsetzen, da war nur Hohn ob der Wortwahl der "Rettung" dieser Tiere, die nach Ansicht der Kommentatoren damit ihren Tod nur hinausschieben konnten. Daß dies für jede Rettung eines Lebewesens gilt, und daß dies die Retter bis in den Dreck verächtlich macht, durch den sie gewatet sind, scheint ein Gedanke zu sein, der ihnen allen viel zu fern liegt von ihren sauberen Tastaturen aus.)
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