Dieseldunst
In den Gelben Seiten unter Träumer.
Dienstag, 1. 09 26

01.09.26, 23:48
Ich verstehe den öfter gelesenen Frust über die Ergebnisse der Künstlichen Intelligenzen nicht, muß ich zugeben. Ich verstehe die Befürchtungen vor den wirtschaftlichen Auswirkungen und kenne die Grafiken zu sinkenden Lernleistungen. Aber die Ergebnisse selbst, gebe ich gern zu, finde ich grandios. Immer wieder finde ich ein Thema, über das ich mehr wissen möchte, und kann bohren, bohren, bohren. Dieser Tage, oder besser dieser Abende erst geriet ich in die Verlegenheit, mehr über die Virtuelle Synchronmaschine, also den netzstützenden Wechselrichter der Energiewende, erfahren zu wollen. Und ich kann durchaus sagen, daß ich im stundenlangen Zwiegespräch mit den Maschinen etwas gelernt habe. Zunächst die Begriffe und die Themenwelt an sich. Dann durch Nachfragen die Bereitstellung von Blind- und Wirkleistung, und nun auch noch den Trick, trotz des induktiv wirkenden Filters auf eine kapazitive Blindleistung zu kommen. Durch bloße Umkehr der Spannungsrichtung. Natürlich wäre ich gern selbst darauf gekommen, und natürlich habe ich mich deshalb ein wenig geärgert. Doch über die weiterführende Frage, wie bei dieser Umkehr der Spannunsgrichtungen noch von einer Leistungsbereitstellung statt ihrer Aufnahme gesprochen werden kann, denkt die Maschine wohl gerade noch nach. Ich bin fasziniert und begeistert und fühle eine neue Freiheit des Lernens, an der ich viel Freude habe.
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01.09.26, 22:58
So kurz vor dem freien Laufen, so kurz vor den ersten Worten. Als ob ein ganzes Leben aus Dir herausbrechen wollte.
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01.09.26, 10:16
Ich werde allein schon mehr als einhundertundfünzig Kilowattstunden Sonnenstrom erzeugen müssen, um allein die Verkabelung dieses vermaledeiten Nordwestgeländers zu amortisieren. Da dürfen die Handwerker dann wieder über die übergenauen Ingenieure schimpfen.
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01.09.26, 01:16
Ich hatte kurz Angst, ich hätte diesen Text in den Weiten des Netzes verloren gehabt, denn bei meiner Suche fand ich nur Betteltexte, vor allem von Müttern. Googeln Sie ruhig nach "Vier Kinder Blog". Dann fand ich ihn wieder, weil mir der Vorname der Ehefrau wieder einfiel, und darüber der Nachname, und dann war es nicht mehr weit. Dabei wollte ich nur noch schnell eine Konstruktion fertigstellen, um Roggen von der Quecke zu trennen. Die Maschine dazu gibt es schon, und sie trägt den schönen Namen Trieur. Dahinter stecken verschiedene Verfahren, die allesamt ausnutzen, daß ein Korn länglich und eines rund ist. Auf einer Spirale rollen die runden schneller nach unten, was sie gleichzeitig weiter nach außen treibt. Beim Anheben fallen längliche Körner schneller um als runde. Das sind einfache Prinzipien, und sie bilden die Basis für Maschinen, die es vermutlich seit hunderten von Jahren gibt. Ich finde das faszinierend und kann nicht anders, als für einen Freund eine weitere Maschine zu erfinden, die all das natürlich noch viel besser können soll, damit er seinen Roggen nach der Reinigung als Brotroggen verkaufen kann, und wir auch in einigen Jahren noch auf dem Hof unterm Vordach unser Bier trinken und in den Himmel schauen können. Damit ich durch solcherlei Arbeiten nun nicht verpasse, wenn das eine Kind, das mir geschenkt wurde, den ersten Schritt, das erste Wort oder die nächste volle Windel präsentiert, tue ich dies des nachts und lasse dem Kopf nebenbei freie Bahn auf seiner Suche nach dem Glück, der Liebe, dem Leben und allem. Und dann fallen mir eben Texte wie dieser obige wieder ein, die ich dringend wieder lesen muß. Vier Kinder. Ich würde vor Liebe platzen, fürchte ich.
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