Dieseldunst
In den Gelben Seiten unter Träumer.
Mittwoch, 2. 09 26

02.09.26, 09:49
(Ich habe wohl offenbar einen Teil meines Problems, im dq-System zu denken, darin begründet, daß ich recht locker komplex rechnen kann. Ich "brauche" dq also zunächst gar nicht, bis ich an irgendeinem Punkt komplex dann doch nicht weiterkomme.)
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02.09.26, 08:57
Die Hühnerbegeisterung. Die Eierbegeisterung. Die Katzenbegeisterung. Nur die Pferdebegeisterung ist mit der Nähe der großen Nüstern ein wenig gewichen. Kein Wunder bei Köpfen, die größer sind als man selbst.

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Ein gutgelaunter Mitfahrer morgens um vier.

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Ein Tag im Zoo.

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Quer im Hotelbett. Quer im schmalen Ferienwohnungsbett. Die Erinnerung an die hölzerne Seitenwange prägt meinen Rücken.

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Sandbegeisterung.

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Hundebegeisterung.

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Auf der Fahrradtour auf dem Deich überholen wir zahllose Akkuradrentner, denen Du allesamt zujubelst.

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Wir essen Fisch, während Du unterm Tisch im Kies spielst.

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Der morgendliche Kontrollgang zur Terrassentür, denn auf der Ostseite sitzt am Morgen die Katze. Abends sitzt sie auf der Westseite an der Wohnungstür, und zum Glück sind beide verglast.

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Der Wind um die Nase auf der Fähre.

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Ein winziger Tropfen Eis nur. Ungläubige Begeisterung.

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Der lange Heimweg mit einem Zwischenhalt in einer Therme. Auf allen vieren zum nächsten Becken, zum nächsten Wunder der Welt.

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Die drei Mädels am Imbiss schmelzen, als ich Dich auf den Tresen stelle, um Milch und Zucker einzugießen, beim Anblick Deiner blauen Haare und der blonden Surferfrisur. Und vor allem bei Deinem breiten Lachen, das alle derzeit verfügbaren Zähne zeigt. Fast meine ich, ein Zwinkern zu erkennen, aber natürlich bin ich schon lang geschmolzen und nie ein unabhängiger Beobachter gewesen. Gib uns noch ein paar Jahre, bevor Du in die Welt gehst, bitte ich stumm, setze Dich wieder auf meinen Arm, nehme den Kaffee und grüße die Mädels, für die ich längst unsichtbar bin.

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Kraxenbegeisterung. Und ich trag' Dich meilenweiter übers Land, singe ich stumm vor mich hin noch beim siebzehntausendsten Schritt des Tages, und wenn ich nur einen Ton laut singe, zerfließe ich fast in Tränen.
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02.09.26, 08:29
Mit der Haltung zu Russland, absurderweise hochgekocht durch eine Devotionalie, scheint man nun ein Thema gefunden zu haben, bei dem eine breite Mehrheit die Außenstehenden völlig ablehnt. Ob eine Landtagswahl durch außenpolitische Fragestellungen entschieden werden kann, bleibt abzuwarten. Nahe liegt nun, genau dieses Thema zu einem zentralen Leuchtturm zu machen, was durchaus eine Verschärfung der eigenen Haltung zur Folge haben kann, die auch in die Bundes- und Außenpolitik hineinragen und -wirken kann. Daher liegt es auf den anderen Seiten ebenso nahe, sich als Parteien des Ausgleichs und des Friedens zu positionieren. Daß somit die Innen- auf die Außenpolitik wirkt, ist vermutlich nicht ungewöhnlich, jedoch trotzdem heikel. Denn feldgrau möchten die Wenigsten tragen, was die Reaktionen auf die Vielleichteinbißchenwiedereinführung der Wehrpflicht zeigen.
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02.09.26, 00:56
Und nachdem ich heimlich den dicken Umschlag auf dem hölzernen Tisch abgelegt hatte, durch das große Fenster einen letzten Blick auf den Bodden in mich aufgesogen, die Katze verabschiedet und den Sand von den Hosen geklopft, stieg ich still und leise als Letzter ins Auto ein und holperte den Plattenweg entlang. Und erst vorn an der Straße fiel mir ein, daß ich wieder einmal als wohlhabender Mann gekommen und als reicher Mann gegangen war. Und ich hätte Dir das gerne gesagt, doch warst Du auf dem Trecker und ich im Auto, und womöglich wird es wieder ein Jahr dauern, bis wir uns sehen, mein Freund.
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