01.09.26, 01:16
Ich hatte kurz Angst, ich hätte diesen Text in den Weiten des Netzes verloren gehabt, denn bei meiner Suche fand ich nur Betteltexte, vor allem von Müttern. Googeln Sie ruhig nach "Vier Kinder Blog". Dann fand ich ihn wieder, weil mir der Vorname der Ehefrau wieder einfiel, und darüber der Nachname, und dann war es nicht mehr weit. Dabei wollte ich nur noch schnell eine Konstruktion fertigstellen, um Roggen von der Quecke zu trennen. Die Maschine dazu gibt es schon, und sie trägt den schönen Namen Trieur. Dahinter stecken verschiedene Verfahren, die allesamt ausnutzen, daß ein Korn länglich und eines rund ist. Auf einer Spirale rollen die runden schneller nach unten, was sie gleichzeitig weiter nach außen treibt. Beim Anheben fallen längliche Körner schneller um als runde. Das sind einfache Prinzipien, und sie bilden die Basis für Maschinen, die es vermutlich seit hunderten von Jahren gibt. Ich finde das faszinierend und kann nicht anders, als für einen Freund eine weitere Maschine zu erfinden, die all das natürlich noch viel besser können soll, damit er seinen Roggen nach der Reinigung als Brotroggen verkaufen kann, und wir auch in einigen Jahren noch auf dem Hof unterm Vordach unser Bier trinken und in den Himmel schauen können. Damit ich durch solcherlei Arbeiten nun nicht verpasse, wenn das eine Kind, das mir geschenkt wurde, den ersten Schritt, das erste Wort oder die nächste volle Windel präsentiert, tue ich dies des nachts und lasse dem Kopf nebenbei freie Bahn auf seiner Suche nach dem Glück, der Liebe, dem Leben und allem. Und dann fallen mir eben Texte wie dieser obige wieder ein, die ich dringend wieder lesen muß. Vier Kinder. Ich würde vor Liebe platzen, fürchte ich.