Dieseldunst
In den Gelben Seiten unter Träumer.
Dienstag, 21. 04 26

21.04.26, 19:03
Wer "Follow the Science" ruft, kann doch kaum die Forschung an bisher nicht nutzbaren Energiequellen ablehnen? Ich verstehe den Rest des Disputes auch nicht. Natürlich hat die Einbindung von synthetisierten Kohlenwasserstoffen den Charme hoher Energiedichten und leichter Transportier- und Speicherbarkeit innerhalb einer vorhandenen Infrastruktur. Dafür hat sie das Problem geringer Wirkungsgrade bei Erzeugung und Nutzung. Bei anderen Energieträgern sind die Vor- und Nachteile anders verteilt.
(Nach Diktat verreist.)
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21.04.26, 09:57
Hinter allen Schatten doch immer das Licht. So schlief der Junior gestern friedlich auf meiner Schulter ein, um dann auf seiner Decke liegend ebenso friedlich weiter zu schlafen. Natürlich hätte ich in dieser Stunde Dringendes zu tun gehabt, doch konnte ich mich nicht losreißen von diesem tiefen Atem, der seinen ganzen Körper durchdringt. Und so saß ich eine Stunde als stiller Beobachter im Licht dieses neuen Lebens.

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Seit einiger Zeit lese ich wieder Tageszeitungen. Ich tue dies über die Online-Leihbibliothek und nehme in Kauf, daß meine bevorzugte Zeitung ab und zu bereits ausgeliehen ist und ich dann eine andere lesen muß. Mediendiversität durch Verfügbarkeit. Und ich stelle fest, daß die großen Zeitungen noch immer die Themen setzen. Nur die anschließende Diskussion, die bewegt sich überhaupt nicht mehr auf Grundlage dieser veröffentlichten Texte, sondern nur noch auf sehr allgemeinen Pfaden von Für und Wider. Es tut gut, die Texte zu lesen, über die sich andere dann aufregen. Es tut außerdem gut, Themen über Texte hinweg zu verbinden. So berichtete ein langer Artikel in einer Zeitung über den Schulen fernbleibende Schüler, und nannte Spiele, Medien und Drogenkonsum als wesentliche Gründe. In einer anderen Zeitung ging es um eine fallende Kriminalitätsrate, die sich zu etwa einem Fünftel durch die Legalisierung ebendieser Drogen erklären ließe. So scheint es, daß Legalisierung auch Normalisierung bewirkt, und damit vielleicht auch einen vereinfachten Zugang für Jugendliche. Mit allen nachteiligen Folgen. Diese Idee stützt ein dritter Artikel in einer dritten Zeitung, der sich mit dem liberalsten Alkoholrecht in Europa beschäftigt. Hier war in meiner Jugend bereits ein Konsum im üblichen Bereich, der sicher als schädlich anzusehen sein muß. Ob ich in den nächsten Tagen noch einen Artikel zu den Gründen finde, der schon Jugendliche in die Süchte treibt, erwarte ich gespannt, und freue mich auf meine abendliche Zeitungsstunde, ermöglicht durch Lesegerät und eine App.

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Überhaupt die abendlichen Rituale. Würde ich alle gewünschten durchführen, den Sport, das Kochen, das Zeitunglesen und IndieLuftgucken, ich müsste ja jeden Tag schon um sechs aufhören mit der Arbeit. Aha, ach so. Nun ja. Licht und Schatten.
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