28.04.26, 09:22
Schönheit im Unvollendeten: Eines meiner Projekte waren Vogelhäuschen, aber es kam dann doch so einiges dazwischen, und so steht neben der Kellertür ein Vogelhaus zur Reparatur, und in den Bäumen hängen noch keine. Dafür ist das an die Wand neben der Kellertür gelehnte Häuschen jetzt bezogen worden, unbemerkt wohl während einiger Regentage, und seitdem laufe ich ums Haus herum, denn drinnen fiept und piept es wunderbar, und wie die Blitze fliegen die Vogeleltern auf ihrer Futtersuche hin und her. Im Sommer wird sich bestimmt ein Tag finden lassen, um noch einige dieser Häuschen zu bauen, denn das Muster hat sich ja bereits bewährt, wird es doch unter solch widrigen Umständen und an diesem eher ungünstigen Ort angenommen. Bloß nicht mit dem Rasenmäher dranstoßen, denke ich, und so wird nun auch noch die Brutpflege anderer komischer Vögel zu meinem Problem. Wenn auch zu einem nur kleineren.
# | 
28.04.26, 09:12
Betreffs der Rente ist für mich überhaupt nicht das Problem, wenn einer den Elefanten im Raum benennt. Seit mindestens zehn Jahren erzählt man sich gegenseitig, die Jüngeren würden eh keine Rente mehr bekommen. Seit fünfundzwanzig Jahren werden langfristige Lösungen entwickelt und dann zugunsten kurzfristiger eigener Vorteile wieder verworfen. Wem das nun neu ist, dem ist nicht zu helfen, vor allem, wenn der derjenige in der Politik damit befasst ist. Angst sollte man vielleicht lieber vor denen haben, die das offenkundige Problem verbergen wollen.
# | 
28.04.26, 08:12
An diesem längeren Radiotag habe ich außerdem oft gehört, dass "viele" etwas sagen würden. Diese Vielen waren zwar lediglich die verschiedenen Nachrichtensprecher, aber immerhin waren es viele davon, denn der Tag war lang. Diese Vielen sagten also, daß viele andere sagen würden, der nächste Bundespräsident müsse eine Frau werden. Das macht die Kandidatensuche sicher etwas schwieriger, denn eine Frau zu werden ist nach allem, was mir bekannt ist, nicht so einfach und auch nicht ganz schmerzfrei. Vermutlich werden diese unbenannten Vielen sich aber auch damit zufriedengeben, wenn die Kandidatin schon ein wenig länger eine Frau ist. Abgesehen von dieser sprachlichen Lächerlichkeit, ist diese Forderung der Vielen natürlich ein Zeichen. Oder besser drei. Eins: Keiner dieser Vielen ist mir bislang begegnet. Das mag an mir liegen, aber ein Verweis auf unbestimmte Viele in einer Nachrichtensendung ist doch eine reichlich wacklige Quellenangabe. Daß sich nach diesen ganzen Verweisen auf die Vielen ebendiese Viele natürlich finden, bringt uns zur Zwei: Nach der medialen Themensetzung auf diese Weise ist es ein einfaches Für und Wider. Klare Positionierung ohne schmerzhaftes Nachdenken, Aufregertum, Rudelbildung. Daß sich die Medien heutzutage nicht mehr darüber hinaus bewegen können, sondern stets genau in dieses polare Denk- und Sprechmuster verfallen, ist Zeichen einer medialen Denkschwäche, die durch Meinungsstärke kaschiert wird. Drei: Daß an diesem ganzen, langen Radiotag nicht thematisiert wird, ob es vielleicht weitere wichtige Lehren gibt aus der bisherigen Amtsführung. Und ob man die ins Spiel geworfenen Kandidaten nicht daraufhin prüfen könnte, ob sie neben ihren Geschlechtsorganen auch noch ein Hirn mitbringen, welches sie derart lernfähig macht, oder eventuell bereits ganz organunabhängig Erfahrungen und womöglich Erfolge vorweisen können, die sie für das Amt als geeignet erweisen könnten. Vielleicht fände sich ja jemand, der nicht fortwährend versucht, die eigenen Fehler in der früheren Außenpolitik zu kaschieren? Der andere Akzente zu setzen versteht, als die großen Menschenschlächter zu ihren Feiertagen zu beglückwünschen, oder allerärmste Wale zu besuchen? Man könnte sogar ganz allgemein versuchen, aus den Vorgaben der Verfassung und der aktuellen Lage Anforderungen abzuleiten an den zukünftigen Amtsträger. Oder dann doch lieber das mit den Fähnchen. Meine Güte.
#
Sind so kleine Hände. Immer und immer wieder denke ich an diesen Satz.
#
Der überraschte Blick, als Du plötzlich, wacklig und verkrampft noch, aber doch: gestanden bist. Eine neue Welt war das, so sah es zumindest aus.
#
Daß andere Kinder tatsächlich für eine Minute auf dem Rücken liegen können. Ich bin ein wenig neidisch, gebe ich mir selbst zu, aber andererseits habe ich auch schon Übung genug darin, einem knienden Kind die Windel zu wechseln.
#
Eine interessante Beobachtung mache ich zu Beginn eines Treffens, als ein Zuspätkommender sofort mit der Beschimpfung der Wartenden beginnt, warum sie so ungeduldig seien. Wut ist Vermeidung von Selbsterkenntnis. Das ist wichtig für mich, denn wütend bin ich oft.
#
Ein Trick wäre es wohl, die eigene Vorsorge, die man von den Menschen erwartet, so zu gestalten, daß sie auch wirklich einen späteren Vorteil darstellt. Wenn man stattdessen diese Vorsorge zur Umverteilung nutzt, wird sie wertlos und nicht genutzt werden.
#
Was ich im Bereich der Diskussionen um die Energieversorgung und auch aktuell zur Förderung von zukünftigen Technologien zu sehen glaube, ist der Gedanke ans Ende der Zeit. Sie können sich nicht vorstellen, daß es einst etwas geben wird, was es noch nicht gibt. Es ist dazu gar nicht nötig und nicht möglich, sich vorzustellen, was das vielleicht sein wird. Es reicht der Blick in den Rückspiegel - ich konnte mir das Telefon, das wir heute selbstverständlich nutzen, nicht vorstellen. Und doch ist es da.
#
Meine abendlichen Radelrunden habe ich glücklich wieder aufgenommen. Die Uhr wünscht sich mehr Zeit im mittleren Lastbereich, und ich sage ihr freundlich, daß ich mir das auch wünschen würde. Auf meiner Bergstrecke werde ich nun also von den Bekloppten überholt, die noch ganz schnell zum Sonnenuntergang auf der Burgmauer sitzen wollen, aber statt eine halbe Stunde durch den Wald bergan zu laufen, laufen sie lieber eine halbe Stunde vom Parkplatz flach durch den Wald. Bei dieser komplizierten Rechnerei kann man schon mal einen Überholabstand vergessen. Dazu kommen in diesem Jahr vermehrt die Fahrradtaxis. Das sind Busse, auf deren Heckträgern die Bergabräder klemmen, und auf deren Rücksitzen sich die behelmten Bergabfahrer tummeln. Und solange die eigenen Radler im Auto sitzen, kann man die fremden wohl ignorieren. Ich warte ab, bis eines der Taxis auf dem zügigen Rückweg mit dem eigenen Radler zusammenstößt, der an einer Stelle die schmale Straße kreuzen muß, und das zügig, weil danach ein Sprung kommt, den ich mich in diesem Leben wohl nicht mehr getrauen werde. Auch an den Bergabrädern leuchten mittlerweile die Akku-Anzeigen. Das einfache Radfahren ist weggewischt worden durch etwas Neues, das nun der Standard ist. Ob es uns gut tut, wenn wir uns in Massen bergauf per Taxi und selbst bergab noch per Akku bewegen? Ich selbst muß mir jedenfalls andere Wege suchen, ohne die Betaxten und Behelmten. Wobei ein Helm keine schlechte Sache wäre. Der Mensch, der seinem Nutzen widerstrebt.
#
Sind so kleine Hände.
#
Sind so kleine Hände. Immer und immer wieder denke ich an diesen Satz.
#
Der überraschte Blick, als Du plötzlich, wacklig und verkrampft noch, aber doch: gestanden bist. Eine neue Welt war das, so sah es zumindest aus.
#
Daß andere Kinder tatsächlich für eine Minute auf dem Rücken liegen können. Ich bin ein wenig neidisch, gebe ich mir selbst zu, aber andererseits habe ich auch schon Übung genug darin, einem knienden Kind die Windel zu wechseln.
#
Eine interessante Beobachtung mache ich zu Beginn eines Treffens, als ein Zuspätkommender sofort mit der Beschimpfung der Wartenden beginnt, warum sie so ungeduldig seien. Wut ist Vermeidung von Selbsterkenntnis. Das ist wichtig für mich, denn wütend bin ich oft.
#
Ein Trick wäre es wohl, die eigene Vorsorge, die man von den Menschen erwartet, so zu gestalten, daß sie auch wirklich einen späteren Vorteil darstellt. Wenn man stattdessen diese Vorsorge zur Umverteilung nutzt, wird sie wertlos und nicht genutzt werden.
#
Was ich im Bereich der Diskussionen um die Energieversorgung und auch aktuell zur Förderung von zukünftigen Technologien zu sehen glaube, ist der Gedanke ans Ende der Zeit. Sie können sich nicht vorstellen, daß es einst etwas geben wird, was es noch nicht gibt. Es ist dazu gar nicht nötig und nicht möglich, sich vorzustellen, was das vielleicht sein wird. Es reicht der Blick in den Rückspiegel - ich konnte mir das Telefon, das wir heute selbstverständlich nutzen, nicht vorstellen. Und doch ist es da.
#
Meine abendlichen Radelrunden habe ich glücklich wieder aufgenommen. Die Uhr wünscht sich mehr Zeit im mittleren Lastbereich, und ich sage ihr freundlich, daß ich mir das auch wünschen würde. Auf meiner Bergstrecke werde ich nun also von den Bekloppten überholt, die noch ganz schnell zum Sonnenuntergang auf der Burgmauer sitzen wollen, aber statt eine halbe Stunde durch den Wald bergan zu laufen, laufen sie lieber eine halbe Stunde vom Parkplatz flach durch den Wald. Bei dieser komplizierten Rechnerei kann man schon mal einen Überholabstand vergessen. Dazu kommen in diesem Jahr vermehrt die Fahrradtaxis. Das sind Busse, auf deren Heckträgern die Bergabräder klemmen, und auf deren Rücksitzen sich die behelmten Bergabfahrer tummeln. Und solange die eigenen Radler im Auto sitzen, kann man die fremden wohl ignorieren. Ich warte ab, bis eines der Taxis auf dem zügigen Rückweg mit dem eigenen Radler zusammenstößt, der an einer Stelle die schmale Straße kreuzen muß, und das zügig, weil danach ein Sprung kommt, den ich mich in diesem Leben wohl nicht mehr getrauen werde. Auch an den Bergabrädern leuchten mittlerweile die Akku-Anzeigen. Das einfache Radfahren ist weggewischt worden durch etwas Neues, das nun der Standard ist. Ob es uns gut tut, wenn wir uns in Massen bergauf per Taxi und selbst bergab noch per Akku bewegen? Ich selbst muß mir jedenfalls andere Wege suchen, ohne die Betaxten und Behelmten. Wobei ein Helm keine schlechte Sache wäre. Der Mensch, der seinem Nutzen widerstrebt.
#
Sind so kleine Hände.
# | 
... Rückwärts fahren