Dieseldunst
I'd rather be a forest than a street.
Samstag, 22. 11 14

22.11.14, 16:11 | 'Destination anywhere'
Beim Laufen ecken wir ab und zu aneinander an und entschuldigen uns.

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Wir lachen viel über meine Langsamkeit.

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Ich bin in der Küche, während Du duschst. Und dann stehe ich einen Moment dumm herum, weil ich den Teller nicht ins Wohnzimmer tragen kann, weil man von dort in mein türenloses Bad sieht.
Als ich dusche, hängt Deine Laufkleidung an der Heizung.

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Mein eiliges Laufen bremst Du aus.

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Hü und Brr und Zungenschnalzen.

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Springreiten. Vierspännerrennen. Feuershow. Springreiten. Stechen. Zwischendurch laufen wir durch die Ausstellung und lachen.

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Ich halte meine Hände im Schoß gefaltet, während ich daran denke, einen Arm um Dich zu legen. Jetzt aber, denke ich, und falte meine Hände wieder. Klatschen. Falten. Denken.
Und immer wieder prüfe ich, wer von uns nun nähergerutscht ist, als sich unsere Schultern berühren.

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Ein spannender Sprung, ich bin ganz hin und weg, und als ich wieder auf mich achte, liegt Dein Kopf auf meiner Schulter, Dein Atem wärmt meinen Hals, Deine Haare kitzeln mich, und mein Arm ruht auf Deiner Schulter.

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Solange Du Deinen Kopf auf meine Schulter legst.

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Der umarmte Heimweg. Und jeden Meter nehme ich mir vor, zu fragen. Möchtest Du nach Hause fahren, denke ich, aber ich denke nicht laut genug.

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Du sitzt auf meinem Sofa und ziehst die Schuhe aus.

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"Du glaubst doch nicht, daß ich jetzt nach Hause fahre?"

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"Das war eigentlich nicht mein Plan."

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Das Schlampenaccessoire.

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Ein Frühstück für zwei.

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Ehrlichkeit.

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Wir anerkennen unsere Wunden und unsere Verwundbarkeit.

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Die Schwesternbeichte, und die lange Stille am Telefon.

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Der Abschied. Lass es kein Jahr mehr dauern, sagen wir uns gegenseitig. Die Sonne scheint.
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