23.06.14, 14:18 | 'Das Auge des Betrachters'
Und dann steige ich aus dem beißend kalten Bergbach, bibbernd und erfrischt nach dem Klettersteig und dem Abstieg über das endlose Schneefeld und die steile Geröllhalde, ziehe mich wieder an und tappe barfuß über den warmen Schotter zum Auto. Ich sehe mich. Glücklich.

Berge und so.

Berge und so.
29.04.14, 17:18 | 'Das Auge des Betrachters'

Freitag

Samstag

Sonntag.
Was man halt so macht.
17.04.14, 12:02 | 'Das Auge des Betrachters'

02.12.13, 09:58 | 'Das Auge des Betrachters'
Wo geht eigentlich meine ganze Zeit hin?
28.10.13, 14:55 | 'Das Auge des Betrachters'
Die Chronologie.
Ich biete Hilfe an. Ich übergebe ein Geschenk und bekomme einen Schluck reinen Weines, den ich schlecht vertrage.
#
Darf ich mich bei Dir ausheulen, frage ich, vielleicht zum allerersten Mal. Dann sitzen wir lang da, und tatsächlich geht es mir viel besser unter denen, die mögen, ohne zu drängen. Man muß nicht immer allein sein, und dafür muß man dankbar sein.
#
Ein Bild, zwei Bilder, drei Bilder. Bedatet. Wann, frage ich. Warum, frage ich. Eine Antwort bekomme ich nicht.
#
Der Termin vergeht, und ich lasse ihn.
#
Leider nicht geklappt. Wenn wir überhaupt je Freunde waren. Nicht jedem auf die Nase binden. Trotzdem wichtig.
Ich lasse auch das.
#
Für mich, für die Bedeutung in mir, verlange ich nichts.
Von Dir, von der Bedeutung für Dich, verlange ich zweierlei:
Lass mich nicht vor eine Wand rennen. Sei nicht diese Wand.
#
Taumeln.
#
Zufälle. Der Nachbar und die zufällige Bekanntschaft, weißbestäubt.
#
Immer wieder Stützen.
#
Jetzt leben oder später leben. Ich kann Dir nicht raten, denke ich bedrückt, bis ich erkenne, daß ich Dir gar nicht raten soll. Daß Du nur freudig erzählst, was Du lang entschieden hast.
#
Freunde, die sich mit einem kaufmännischen "und" verbinden.
#
Im Staub auf Matten.
#
Ich erkläre mich meinem Vater. Er schickt mir Bilder von blühenden Bäumen. Das einzige Problem ist, schreibt er, daß das Leben so kurz ist. Und wahrscheinlich unser einziges.
#
Noch ein Zufall, ein Dorf, das ich kenne, weit und doch verwandt. Drei, vier Häuser weiter.
#
"Jetzt hast Du mich."
#
Reiter, Triathlet, Landwirt. "Du überforderst Dich gern, nicht?"
#
Ihre Ruhe. Ihr Zungenschlag. Große Augen.
#
Wir sitzen in einer Bar, und ich jongliere mit zwei Begegnungen.
#
Der lange Arbeitstag, die Fahrgassenschaltung, die mich durch unerwartete Sinnigkeit überlistet, das vertraute und vertrauliche Gespräch.
#
Mit Vollicht durch das nächtliche Dorf. Look at me.
#
Ein paar Briefe.
#
Ein Trottel, wer drei Badehosen und zwei Paar Laufschuhe so auf zwei Orte verteilt, daß nichts übrig bleibt. So stehe ich in kurzen Hosen, erkläre mich, trinke Balkonkaffee und habe am Ende eine lederne Badehose in der Hand.
#
Das ruhig dahinfließende Adrenalin am Fels.
#
Die Stärke des hellroten Seiles.
#
Meine puffernde Wirkung.
#
Es regnet kühl auf meinen Kopf, ich stecke bis zum Hals im warmen Wasser, meine Hände ruhen auf starken Schultern.
#
Als ich aus dem Wasser steige, spüre ich die Tropfen an mir abperlen.
#
Der Irrsinn der alten Stätten.
#
"Der frische Apfelsaft ist aber keine Jungfrau mehr", sagt der Wirt lachend.
#
Gehenlassen, hinterherschreiben.
#
Auf die eigenen Signale achten. Das erwünschte Berühren. Der Freiraum. Die Formulierung des Ich als Angebot.
#
Ich traue mir nicht. Ich bin doch nicht so schnell.
#
Altes in neuem Licht. Wer denn nun komisch war, seit wann und wieso. Ich werde das nicht aufrühren, nicht aufkochen. Es hilft niemandem. Rock on.
Ich biete Hilfe an. Ich übergebe ein Geschenk und bekomme einen Schluck reinen Weines, den ich schlecht vertrage.
#
Darf ich mich bei Dir ausheulen, frage ich, vielleicht zum allerersten Mal. Dann sitzen wir lang da, und tatsächlich geht es mir viel besser unter denen, die mögen, ohne zu drängen. Man muß nicht immer allein sein, und dafür muß man dankbar sein.
#
Ein Bild, zwei Bilder, drei Bilder. Bedatet. Wann, frage ich. Warum, frage ich. Eine Antwort bekomme ich nicht.
#
Der Termin vergeht, und ich lasse ihn.
#
Leider nicht geklappt. Wenn wir überhaupt je Freunde waren. Nicht jedem auf die Nase binden. Trotzdem wichtig.
Ich lasse auch das.
#
Für mich, für die Bedeutung in mir, verlange ich nichts.
Von Dir, von der Bedeutung für Dich, verlange ich zweierlei:
Lass mich nicht vor eine Wand rennen. Sei nicht diese Wand.
#
Taumeln.
#
Zufälle. Der Nachbar und die zufällige Bekanntschaft, weißbestäubt.
#
Immer wieder Stützen.
#
Jetzt leben oder später leben. Ich kann Dir nicht raten, denke ich bedrückt, bis ich erkenne, daß ich Dir gar nicht raten soll. Daß Du nur freudig erzählst, was Du lang entschieden hast.
#
Freunde, die sich mit einem kaufmännischen "und" verbinden.
#
Im Staub auf Matten.
#
Ich erkläre mich meinem Vater. Er schickt mir Bilder von blühenden Bäumen. Das einzige Problem ist, schreibt er, daß das Leben so kurz ist. Und wahrscheinlich unser einziges.
#
Noch ein Zufall, ein Dorf, das ich kenne, weit und doch verwandt. Drei, vier Häuser weiter.
#
"Jetzt hast Du mich."
#
Reiter, Triathlet, Landwirt. "Du überforderst Dich gern, nicht?"
#
Ihre Ruhe. Ihr Zungenschlag. Große Augen.
#
Wir sitzen in einer Bar, und ich jongliere mit zwei Begegnungen.
#
Der lange Arbeitstag, die Fahrgassenschaltung, die mich durch unerwartete Sinnigkeit überlistet, das vertraute und vertrauliche Gespräch.
#
Mit Vollicht durch das nächtliche Dorf. Look at me.
#
Ein paar Briefe.
#
Ein Trottel, wer drei Badehosen und zwei Paar Laufschuhe so auf zwei Orte verteilt, daß nichts übrig bleibt. So stehe ich in kurzen Hosen, erkläre mich, trinke Balkonkaffee und habe am Ende eine lederne Badehose in der Hand.
#
Das ruhig dahinfließende Adrenalin am Fels.
#
Die Stärke des hellroten Seiles.
#
Meine puffernde Wirkung.
#
Es regnet kühl auf meinen Kopf, ich stecke bis zum Hals im warmen Wasser, meine Hände ruhen auf starken Schultern.
#
Als ich aus dem Wasser steige, spüre ich die Tropfen an mir abperlen.
#
Der Irrsinn der alten Stätten.
#
"Der frische Apfelsaft ist aber keine Jungfrau mehr", sagt der Wirt lachend.
#
Gehenlassen, hinterherschreiben.
#
Auf die eigenen Signale achten. Das erwünschte Berühren. Der Freiraum. Die Formulierung des Ich als Angebot.
#
Ich traue mir nicht. Ich bin doch nicht so schnell.
#
Altes in neuem Licht. Wer denn nun komisch war, seit wann und wieso. Ich werde das nicht aufrühren, nicht aufkochen. Es hilft niemandem. Rock on.
17.10.13, 15:31 | 'Das Auge des Betrachters'
Ich träume von Teilzeitarbeit. Um mehr arbeiten zu können, um verschiedener arbeiten zu können. An mir, an Kühen, an Ideen.
#
Einmal die unterschiedlichen Ansätze zu einer Idee vergleichen. Ich möchte Glas schneiden. Dazu habe ich einige Flaschen gesammelt. Ich habe einen Winkelschleifer, eine Eisensäge, einen Schwingschleifer. Andere nehmen Schnüre, Benzin oder spezielle Werkzeuge. Und wieder andere beschwören die Todesgefahr der Splitter. Herangehensweisen. Daß einer einfach probiert, kommt eigentlich nicht vor. Die Perfektion des ersten Versuchs durch das Internet. Gleichzeitig: die Spezialisierung des Werkzeugs. Der Verlust am Überwinden. Fehlschläge als Endgültigkeiten.
#
Die Lehrerin ist jünger als ich, und das wird mir jetzt wohl immer so gehen. Man wächst ja nur in einem Gebiet mit, muß auf allen anderen Dilettant bleiben. Schön, daß man überall anfangen kann, denke ich, und packe die Gitarre aus. Dann die Anschläge. Sie bewundert meine Finger, bittet mich, den Gitarrenhals nicht abzubrechen. Wir lachen, und ich erzähle vom Klettern.
#
Supergirl in Stiefeln, dicken Strumpfhosen und kurzem Rock. Schick, sage ich, und das versteht sie nicht.
#
Zuhause übe ich. Eins, zwei-und, drei auslassen, und-vier-und-eins. Irgendwann komme ich darauf, daß mein Kopf nur funktioniert, wenn ich bei zwei anfange. Zwei-und-leer, drei-und-vier-und-eins. Ich muß die Viertel anders aufteilen, und schon spiele ich "Lady in Black". Wenn man von der Zeit absieht, die ich brauche, um meine Finger auf den Saiten zu sortieren.
#
Ich hatte gedacht, das Singen würde mir beim Spielen helfen. Im Gegenteil. Das Singen folgt nicht dem Anschlag, und ich muß erst einmal das eine automatisieren, bevor ich das andere tun kann. Im Moment benötige ich noch Konzentration, muß absetzen, um umzugreifen.
#
In der großen, neuen Kletterhalle bin ich zuerst allein, und es gefällt mir hier nicht. Coole Leute. Dann versuche ich einen Boulder, frisch, warm und orange. Ich komme ungestreift hoch und lese auf der Balustrade davon, daß orange schon ganz tapfer ist. Wieder unten lerne ich ein Pärchen kennen, dann kommen die anderen alle, dann wird es schön. Auch wenn ich keinen zweiten orangefarbenen Boulder mehr auf Anhieb schaffe.
#
Am Mittwoch bin ich müde.
#
Ich habe meine Flucht ja besser im Griff. Und trotzdem mag ich nicht lange im Flur der Sporthalle warten. Mich nicht umsehen. Trotzdem gehe ich nicht. Dann darf ich aber nur zuschauen, und davon werde ich auch nicht sicher, daß Aikido was für mich ist.
#
Nach Tagen Kontakt. Einsilbigkeit treibt mich ja immer zurück, denn aufdringlich mag ich nicht sein. Soll ich mähen, frage ich, und dann ist da ein Unfall, schon Tage zuvor, und ich wußte doch nicht! Ich weiß nicht, was war, wer Dir geholfen hat, und dabei wäre ich gern der Helfende, der Zuhörer. Ich wäre gern mehr. Nachts bastle ich lang an drei, vier Sätzen und bin es erst zufrieden, als ich müde werde.
#
Im Bett weiterkämpfen. Ich quäle mich durch den "Lebenslauf der Liebe", weil einen das wohl quälen muß. Ich denke an die Berechnungen, endlich wieder Berechnungen! die zu meiner Arbeit gehören. Ich denke daran, wie ich sein möchte, und daß dieses Problem nicht lösbar ist, nicht definiert womöglich, ist mir schon klar. Und trotzdem mag ich meinen Blick aus der Bettnische nicht, auch wenn ich die Gitarre sehen kann, den Bildschirm und die leeren Rahmen, die vollen Rucksäcke und die trocknenden Kleider. Ich komme mir sehr leer vor, stehe auf und schaue noch einmal in den Ofen zum Hefezopf. Eigentlich mag ich mich ja, nur an manchen Abenden vergesse ich das eben.
#
Wie sie sich, neben mir sitzend, von ihren Taten erzählen. Liegestütze auf den Fäusten. Ich möchte nicht mehr zwanzig sein. Aber vielleicht höre ich mich ganz ähnlich an, und Demut stünde mir sowieso besser.
#
Ein Recht auf Teilzeit, und wie ich meinen fünften Tag nutzen würde. Für mich, für Ideen, für Spielereien, Basteleien. Der volkswirtschaftliche Effekt wäre wohl messbar, bei all dem Werkzeug, das ich bräuchte.
#
Einmal die unterschiedlichen Ansätze zu einer Idee vergleichen. Ich möchte Glas schneiden. Dazu habe ich einige Flaschen gesammelt. Ich habe einen Winkelschleifer, eine Eisensäge, einen Schwingschleifer. Andere nehmen Schnüre, Benzin oder spezielle Werkzeuge. Und wieder andere beschwören die Todesgefahr der Splitter. Herangehensweisen. Daß einer einfach probiert, kommt eigentlich nicht vor. Die Perfektion des ersten Versuchs durch das Internet. Gleichzeitig: die Spezialisierung des Werkzeugs. Der Verlust am Überwinden. Fehlschläge als Endgültigkeiten.
#
Die Lehrerin ist jünger als ich, und das wird mir jetzt wohl immer so gehen. Man wächst ja nur in einem Gebiet mit, muß auf allen anderen Dilettant bleiben. Schön, daß man überall anfangen kann, denke ich, und packe die Gitarre aus. Dann die Anschläge. Sie bewundert meine Finger, bittet mich, den Gitarrenhals nicht abzubrechen. Wir lachen, und ich erzähle vom Klettern.
#
Supergirl in Stiefeln, dicken Strumpfhosen und kurzem Rock. Schick, sage ich, und das versteht sie nicht.
#
Zuhause übe ich. Eins, zwei-und, drei auslassen, und-vier-und-eins. Irgendwann komme ich darauf, daß mein Kopf nur funktioniert, wenn ich bei zwei anfange. Zwei-und-leer, drei-und-vier-und-eins. Ich muß die Viertel anders aufteilen, und schon spiele ich "Lady in Black". Wenn man von der Zeit absieht, die ich brauche, um meine Finger auf den Saiten zu sortieren.
#
Ich hatte gedacht, das Singen würde mir beim Spielen helfen. Im Gegenteil. Das Singen folgt nicht dem Anschlag, und ich muß erst einmal das eine automatisieren, bevor ich das andere tun kann. Im Moment benötige ich noch Konzentration, muß absetzen, um umzugreifen.
#
In der großen, neuen Kletterhalle bin ich zuerst allein, und es gefällt mir hier nicht. Coole Leute. Dann versuche ich einen Boulder, frisch, warm und orange. Ich komme ungestreift hoch und lese auf der Balustrade davon, daß orange schon ganz tapfer ist. Wieder unten lerne ich ein Pärchen kennen, dann kommen die anderen alle, dann wird es schön. Auch wenn ich keinen zweiten orangefarbenen Boulder mehr auf Anhieb schaffe.
#
Am Mittwoch bin ich müde.
#
Ich habe meine Flucht ja besser im Griff. Und trotzdem mag ich nicht lange im Flur der Sporthalle warten. Mich nicht umsehen. Trotzdem gehe ich nicht. Dann darf ich aber nur zuschauen, und davon werde ich auch nicht sicher, daß Aikido was für mich ist.
#
Nach Tagen Kontakt. Einsilbigkeit treibt mich ja immer zurück, denn aufdringlich mag ich nicht sein. Soll ich mähen, frage ich, und dann ist da ein Unfall, schon Tage zuvor, und ich wußte doch nicht! Ich weiß nicht, was war, wer Dir geholfen hat, und dabei wäre ich gern der Helfende, der Zuhörer. Ich wäre gern mehr. Nachts bastle ich lang an drei, vier Sätzen und bin es erst zufrieden, als ich müde werde.
#
Im Bett weiterkämpfen. Ich quäle mich durch den "Lebenslauf der Liebe", weil einen das wohl quälen muß. Ich denke an die Berechnungen, endlich wieder Berechnungen! die zu meiner Arbeit gehören. Ich denke daran, wie ich sein möchte, und daß dieses Problem nicht lösbar ist, nicht definiert womöglich, ist mir schon klar. Und trotzdem mag ich meinen Blick aus der Bettnische nicht, auch wenn ich die Gitarre sehen kann, den Bildschirm und die leeren Rahmen, die vollen Rucksäcke und die trocknenden Kleider. Ich komme mir sehr leer vor, stehe auf und schaue noch einmal in den Ofen zum Hefezopf. Eigentlich mag ich mich ja, nur an manchen Abenden vergesse ich das eben.
#
Wie sie sich, neben mir sitzend, von ihren Taten erzählen. Liegestütze auf den Fäusten. Ich möchte nicht mehr zwanzig sein. Aber vielleicht höre ich mich ganz ähnlich an, und Demut stünde mir sowieso besser.
#
Ein Recht auf Teilzeit, und wie ich meinen fünften Tag nutzen würde. Für mich, für Ideen, für Spielereien, Basteleien. Der volkswirtschaftliche Effekt wäre wohl messbar, bei all dem Werkzeug, das ich bräuchte.
08.10.13, 15:41 | 'Das Auge des Betrachters'









































10.09.13, 18:01 | 'Das Auge des Betrachters'
Falls Sie ein paar Bilder aus dem Zoo sehen möchten: Klick.
10.09.13, 17:57 | 'Das Auge des Betrachters'

Verkopft.

Unbeeindruckt.

Ruhm, den man nicht haben will.

Crocodile Dundee.


Sommertag.

Farben.

Die Geschichte der Mammutbäume.











28.08.13, 10:39 | 'Das Auge des Betrachters'
In diesem blaugelben Krimskramsladen will man mir einen Topf mit Deckel (!) als Neuheit (!) verkaufen. Und alle anderen stehen sowieso im Weg. In dem Weg, der sich durch alles mögliche schlängelt, was ich nicht sehen möchte. Ich bin genervt, brauche aber schnell Bettwäsche. An der Kasse packe ich alles, was ich unter dem roten Lesestrich durchgezogen habe, von einer gelben in die nächste gelbe Tüte, damit mir da kein Fehler unterläuft bei all dem Krims und Krams. Tassen, die ich einzeln kaufen muß. Gläser, die ich nur in Großpackungen kaufen kann. Sowas. Eine gelbblaue Dame erklärt mir, ich dürfe keine gelbe Tüte verwenden. Blau müsse die sein. Ich deute auf die Menschenmassen und sage, daß es weder blaue Tüten noch Einkaufswägen gibt. Frage, ob sie mir tragen hilft.
Von ihrer Antwort bekomme ich schon nicht mehr viel mit, ich lasse mein Zeug liegen und gehe. Sie ruft mir noch irgendwas nach. Dann eben ohne frische Bettwäsche.
#
Wie lang werde ich für einen Zehn-Kilo-Sparpack mit Waschmittel brauchen? Ich weiß es nicht, ich kann das nicht abschätzen, das ist keine Menge, mit der ich bei Waschmitteln umgehen kann. In einem oder in zehn Jahren werde ich berichten.
#
Ich wische durch die kleine Wohnung, die durch die Schlafcouch noch kleiner wird. Während der Boden trocknet, bringe ich Bücher zurück zur Bibliothek und radle um den See. Auf dem Heimweg sehe ich das große, vollgepackte Auto in meiner Straße stehen. Die Fahrerin sehe ich nicht, also setze ich Kartoffeln auf und räume die Einkäufe ein. Wir haben beide eingekauft, und wir haben beide fast das Gleiche gekauft. Äpfel, Tomaten, alles doppelt. Eine schöne Ähnlichkeit, finde ich und schreibe, wie unverschämt das sei, wenn der Gast den Kühlschrank füllt, anstatt ihn zu leeren.
#
Sich mal eben schnell ans Pferd anlehnen. Ich weiß ja, wo ich Dich finden kann, sage ich. Und daß ich sie vorhin übersehen habe, sagt sie scherzend boshaft.
#
Ich mache Schupfnudeln, während der Gast am Rechner sitzt und Mails liest. Ich höre sie tippen, während sie redet, und das nenne ich mal ein Talent.
#
Wir backen Käsekuchen, aber so recht komme ich in der kleinen Küche nicht zum Zug. Käsekuchen ist ja auch etwas wenig für vier Hände, also rede ich, ans Fenster gelehnt, und sehe ihr zu.
#
Nächtliches Radfahren. Ich muß raus, ich muß dampfen, und irgendwo bleibe ich stehen, mitten im Wald, und schaue aufs Telefon. Im Schein der Stirnlampe dampfen meine Schultern. Der Matsch auf meinen Beinen trocknet. Ich radle in einem großen Bogen zurück.
#
Ihr Haar glänzt feucht, sie hat den Kopf auf die Arme gestützt, die kleinen, braungebrannten Hände zu Fäusten geballt, und liest in einem Ordner. Irgendwann löschen wir das Licht. Ich wünsche eine gute Nacht in die Dunkelheit und horche noch ein wenig in die Stille hier drin, in die entfernten Geräusche der Straße, die durch die offene Balkontür tröpfeln.
#
Ich mache Kaffee für mich, während es im Bad plätschert. Was trinkt jemand morgens, der keinen Kaffee trinkt, frage ich mich, setze Milch auf und rühre Kakao und eine Prise Zucker hinein.
Wir sitzen am Tisch, sie hat die nackten Beine auf die Stuhlkante gestellt und hält die Tasse in beiden Händen auf den Knien. Das Haar verdeckt halb ihr Gesicht, die Augen sind noch klein und verschlafen. Die Stimme ist noch leise, die Sätze sind langsam. Sie trinkt in kleinen Schlucken, während ich Kaffee in mich hineinkippe und Brot hinterherstopfe. Ich lasse alles stehen. Sie wird frühstücken, wenn sie wiederkommt.
Wenn ich wiederkomme, wird sie weg sein. Die Couch zusammengeklappt, das Bettzeug verschwunden, das Geschirr gespült. Vielleicht noch ein Zettel auf dem Tisch.
Wir gehen gemeinsam, ich nehme das Schloss von unseren Rädern. Mach es gut, sage ich, weil ich mehr nie sagen kann, und radle los, die Kuchenform unterm Arm.
Von ihrer Antwort bekomme ich schon nicht mehr viel mit, ich lasse mein Zeug liegen und gehe. Sie ruft mir noch irgendwas nach. Dann eben ohne frische Bettwäsche.
#
Wie lang werde ich für einen Zehn-Kilo-Sparpack mit Waschmittel brauchen? Ich weiß es nicht, ich kann das nicht abschätzen, das ist keine Menge, mit der ich bei Waschmitteln umgehen kann. In einem oder in zehn Jahren werde ich berichten.
#
Ich wische durch die kleine Wohnung, die durch die Schlafcouch noch kleiner wird. Während der Boden trocknet, bringe ich Bücher zurück zur Bibliothek und radle um den See. Auf dem Heimweg sehe ich das große, vollgepackte Auto in meiner Straße stehen. Die Fahrerin sehe ich nicht, also setze ich Kartoffeln auf und räume die Einkäufe ein. Wir haben beide eingekauft, und wir haben beide fast das Gleiche gekauft. Äpfel, Tomaten, alles doppelt. Eine schöne Ähnlichkeit, finde ich und schreibe, wie unverschämt das sei, wenn der Gast den Kühlschrank füllt, anstatt ihn zu leeren.
#
Sich mal eben schnell ans Pferd anlehnen. Ich weiß ja, wo ich Dich finden kann, sage ich. Und daß ich sie vorhin übersehen habe, sagt sie scherzend boshaft.
#
Ich mache Schupfnudeln, während der Gast am Rechner sitzt und Mails liest. Ich höre sie tippen, während sie redet, und das nenne ich mal ein Talent.
#
Wir backen Käsekuchen, aber so recht komme ich in der kleinen Küche nicht zum Zug. Käsekuchen ist ja auch etwas wenig für vier Hände, also rede ich, ans Fenster gelehnt, und sehe ihr zu.
#
Nächtliches Radfahren. Ich muß raus, ich muß dampfen, und irgendwo bleibe ich stehen, mitten im Wald, und schaue aufs Telefon. Im Schein der Stirnlampe dampfen meine Schultern. Der Matsch auf meinen Beinen trocknet. Ich radle in einem großen Bogen zurück.
#
Ihr Haar glänzt feucht, sie hat den Kopf auf die Arme gestützt, die kleinen, braungebrannten Hände zu Fäusten geballt, und liest in einem Ordner. Irgendwann löschen wir das Licht. Ich wünsche eine gute Nacht in die Dunkelheit und horche noch ein wenig in die Stille hier drin, in die entfernten Geräusche der Straße, die durch die offene Balkontür tröpfeln.
#
Ich mache Kaffee für mich, während es im Bad plätschert. Was trinkt jemand morgens, der keinen Kaffee trinkt, frage ich mich, setze Milch auf und rühre Kakao und eine Prise Zucker hinein.
Wir sitzen am Tisch, sie hat die nackten Beine auf die Stuhlkante gestellt und hält die Tasse in beiden Händen auf den Knien. Das Haar verdeckt halb ihr Gesicht, die Augen sind noch klein und verschlafen. Die Stimme ist noch leise, die Sätze sind langsam. Sie trinkt in kleinen Schlucken, während ich Kaffee in mich hineinkippe und Brot hinterherstopfe. Ich lasse alles stehen. Sie wird frühstücken, wenn sie wiederkommt.
Wenn ich wiederkomme, wird sie weg sein. Die Couch zusammengeklappt, das Bettzeug verschwunden, das Geschirr gespült. Vielleicht noch ein Zettel auf dem Tisch.
Wir gehen gemeinsam, ich nehme das Schloss von unseren Rädern. Mach es gut, sage ich, weil ich mehr nie sagen kann, und radle los, die Kuchenform unterm Arm.
... Rückwärts fahren