10.04.26, 14:43
Bin noch gar nicht sicher, ob ich es absurder finde, ausgerechnet nach Amerika zu fliegen, um deutsche Bücher zu lesen und drüber nachzudenken, oder daraufhin ausgerechnet nach Berlin zu fliegen, um über Gedanken zu ebendiesen Büchern zu sprechen.
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Das Problem heißt Überhöhung. Nun, ich weiß nicht, ob es wirklich so heißt, aber ich möchte es so nennen. Es ist die Idee, einen zweifellos erkennbaren Fortschritt als Ideal darzustellen, als alleinige und einzige Lösung. Dadurch wird der eigene Blick auf die Nachteile dieses Schrittes verdeckt. Und alles hat Nachteile, es gibt keine Optimalität in der Realität, und selbst Pareto-Optimales lässt immer mindestens eine Dimension außen vor. Es sorgt zudem dafür, daß man von anderen mitsamt seinem favorisierten Fortschritt als "gläubig" wahrgenommen wird, was die Glaubwürdigkeit sofort senkt, denn wer glaubt, denkt oft nicht. Und zuletzt sorgt es für das Phänomen der Reaktanz, indem diejenigen, die von den Nachteilen dieses Fortschrittes berichten, ungehört bleiben oder sogar bekämpft werden. Überhöhung bremst den Fortschritt, Überhöhung lässt die Nachteile wachsen, weil nicht an deren Minderung gearbeitet wird, wenn man sie nicht sehen oder anerkennen will.
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Überhöht haben wir in den letzten Jahren Ideen, Technologien und Personen. Und alles davon fällt uns auf die Füße. Zeit also, sich mit den Nachteilen zu beschäftigen, mit den Nebenwirkungen einer fortschrittlichen Veränderung. Denn Medizin ohne Nebenwirkungen gibt es nicht, und spätestens nach den Pandemiejahren sollten bis auf den ein oder anderen Politiker alle dies begriffen haben. Was übrigens ganz gut passend ist, denn nicht jede Nebenwirkung, nicht jeder Nachteil ist so stark, daß die Medizin nicht verabreicht werden sollte. Stillstand ist in den seltensten Fällen Fortschritt, und Nichtstun reicht meist nicht einmal, um den Stillstand zu erhalten.
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Das Problem heißt Überhöhung. Nun, ich weiß nicht, ob es wirklich so heißt, aber ich möchte es so nennen. Es ist die Idee, einen zweifellos erkennbaren Fortschritt als Ideal darzustellen, als alleinige und einzige Lösung. Dadurch wird der eigene Blick auf die Nachteile dieses Schrittes verdeckt. Und alles hat Nachteile, es gibt keine Optimalität in der Realität, und selbst Pareto-Optimales lässt immer mindestens eine Dimension außen vor. Es sorgt zudem dafür, daß man von anderen mitsamt seinem favorisierten Fortschritt als "gläubig" wahrgenommen wird, was die Glaubwürdigkeit sofort senkt, denn wer glaubt, denkt oft nicht. Und zuletzt sorgt es für das Phänomen der Reaktanz, indem diejenigen, die von den Nachteilen dieses Fortschrittes berichten, ungehört bleiben oder sogar bekämpft werden. Überhöhung bremst den Fortschritt, Überhöhung lässt die Nachteile wachsen, weil nicht an deren Minderung gearbeitet wird, wenn man sie nicht sehen oder anerkennen will.
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Überhöht haben wir in den letzten Jahren Ideen, Technologien und Personen. Und alles davon fällt uns auf die Füße. Zeit also, sich mit den Nachteilen zu beschäftigen, mit den Nebenwirkungen einer fortschrittlichen Veränderung. Denn Medizin ohne Nebenwirkungen gibt es nicht, und spätestens nach den Pandemiejahren sollten bis auf den ein oder anderen Politiker alle dies begriffen haben. Was übrigens ganz gut passend ist, denn nicht jede Nebenwirkung, nicht jeder Nachteil ist so stark, daß die Medizin nicht verabreicht werden sollte. Stillstand ist in den seltensten Fällen Fortschritt, und Nichtstun reicht meist nicht einmal, um den Stillstand zu erhalten.