Dieseldunst
I'd rather be a forest than a street.
Samstag, 26. 01 19

26.01.19, 08:26 | 'From a distance'
Ich sehe in mir auch einen Wanderer. Hier und da, dieses Spiel treibe ich nun schon mein ganzes Erwachsenenleben. In jeder Woche ein Tag mit leerem Kühlschrank, ein Tag voller Heimfahrtvorfreude, ein Tag, der auf die abendliche Abfahrt zusteuert. Die Heimkehr ins warme Haus, den Rucksack von der Schulter werfen, und dann die Rückkehr in ein kaltes, dunkles und stilles Zimmer. Ob mir das fehlen wird? Wir werden es sehen.

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Vor Ideen sprühe ich gerade, und das zeigt, daß der Gedanke an Veränderung so schlecht nicht sein kann. Arbeit auf der Biogasanlage, eine Lehrtätigkeit, eine längere Ausbildung, eine kleine Nebenbeiselbständigkeit. Längst nicht alles ist gesichert, doch es bewahrheitet sich, was mir die Bäurin in die Weihnachtspost geschrieben hat: Wer aufhört, zu träumen, zu hoffen und Pläne zu schmieden, der hat aufgehört, zu leben. Nun denn ins Leben.

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Zwei Kollegen werde ich beschenken. Den Chef, den wohlmeinenden, der mich so weit begleitet und gestützt hat, und der immer wieder nicht wußte ob Lachen oder Kopfschütteln ob meines Schwabentums, der bekommt Thaddäus Trolls "Deutschland, deine Schwaben", und der Kollege, der leuchtende und weise, dessen Rat und Ruhe und dessen hellklares Denken mir so sehr fehlen werden, der auf Popmusik und Graphic Novels abfährt, dem habe ich Walter Moers' "Rumo & die Wunder im Dunkeln" zugedacht.

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Wir werden sehen.
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