Dieseldunst
I'd rather be a forest than a street.
Dienstag, 5. 02 13

05.02.13, 08:14 | 'So missin' tug'
Ich kam zu Guns 'n Roses' November Rain, inmitten des Solos, als eben der stampfende Rhythmus wieder einsetzte.
[aufgew.]
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Freitag, 9. 11 12

09.11.12, 12:27 | 'So missin' tug'
Weckt mich.
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Dienstag, 9. 02 10

09.02.10, 01:07 | 'So missin' tug'
Und wieder spielt die Melodie von "I want to break free" in meinem Schädel. Ich bin es müde.
Und da bietet dieses Mädchen an, stumm und so zart zwischenzeilig, daß es das Ende wäre, sei, von mir aus, ich habs heut nicht mehr mit der Grammatik, und ich nehme das wieder nicht an, weil immer noch die Melodie spielt, über allem, und ich noch muß und soll, und oder, und da geht einer, und zwei sind der Rest, und mit einem Zettel von Neujahr rutsche ich ins Fettnäpfchen und muß ihn jetzt erzählen lassen und zusehen, wie sich seine Augen röten, weil das für ihn dazugehört, sich auszusprechen, hier, es ist nur der Ort und ein beliebiger Zuhörer, und ich habe das auch mal gedacht, so lange ist das noch gar nicht her, und ich habe an Freunde geglaubt, nur der Orte wegen, und deshalb lasse ich ihn reden, und ab und zu klirren Gläser, die das Schniefen übertönen, und irgendwann findet er einen Pfad und lacht, und da ist wieder mein Einsatz, die Vergangenheit, und ich erzähle, ich komischer Kauz, von den Fliesen, die ich hier gelegt habe, von den Lampen, dem Ausbau, dem Streichen, von all den Festen, und als ich ihn nach Hause fahre, da bedankt er sich, denn von den Alten hört er immer wieder gern, und er knallt die Tür zu, und ich allein, der kalte Vierzylinder unrund, die Kristalle eingefroren, und in mir "I want to break free", und daß es dafür wohl schon zu spät ist und ich erstarrt bin.
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Freitag, 29. 01 10

29.01.10, 00:10 | 'So missin' tug'
Das Heizraumbier, die neuen und die alten Geschichten, und der Neue, den wir aufnehmen. Die Zehn-Punkte-Geschichten, und daß wir das selbst nicht ernst nehmen. Betrunken bin ich am Ende, und daß sie nun eine enganliegende Hose aus Kunstfasern trägt, muß sogar mir auffallen. Die Hose zu wechseln. Das Bemerken. Der überhebliche Gedanke, daß diese Hosen nur dazu getragen werden. Um den Wechsel bemerkbar zu machen.
Wish I were you, denke ich zwischendurch, als ich wieder Scheite in den Ofen werfe. Aber immer nur manchmal.
Und daß man alles nicht haben kann, das merke ich erst wieder, als ich auch den Rauch in meinen Klamotten und Haaren, auf der Haut und überall, rieche. Manche Dinge bemerkt man erst, wenn sie vorbei sind. Wenn man aus dem Dunst tritt. Und wenn man nicht aus dem Dunst tritt, bemerkt man auch nicht, aber das war ja wieder viel zu deutlich, und überhaupt muß ich morgen gleitzeitend ins Büro, während mein Kleiner davon erzählt, daß sie sich nun alle auf sieben geeinigt haben, als den Kompromiss, den alle eingehen können. Wish I were you. Nein, ich wünschte wirklich, ich wäre Du. Nicht mit dem, was Du tust, sondern mit der Art, in der Du annimmst. Und schon wird alles leichter, und unglaublich schwerer.

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Nicht mehr die Pilsbar, nach zehn Jahren. Endlich Antialk/Halbe. Wie es sich gehört. Ich lache, nicke, und bin gequält. Wie ich die Pilsbar geliebt habe. In all den Jahren, gelernt, geschafft, gelehrt.
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Dienstag, 12. 01 10

12.01.10, 00:00 | 'So missin' tug'
Ich habe immer gedacht, daß das so nicht gehen kann, einfach so zu leben, und dann sehe ich die, die einfach so leben, vorankommen, und sehe mich selbst, einfach so lebend, stillstehend.

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Ich wäre ja nur immer noch gern dabei, weil ich schon immer nur gern dabei war. Kein Anstifter. Sondern nur jemand, der an lachenden Abenden auch einen Schwank erzählen kann.

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Olympisches Motto.

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Den Geldwert schätzt man anders, wenn man Dinge tut, die schlecht bezahlt sind und die man nicht tun mag.

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Wie sich immer alles fügt, bei allen.

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Stringenz! erwarte ich von mir, und das Wissen darum, wann man denn nun über die Stränge schlagen kann. Ach - nicht einmal das habe ich getan. Sondern nichts.

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Seifenblasen platzen ja auch lautlos, und nur schillernde Schlieren künden noch von ihrer Pracht.

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Mitternacht, und ich höre sie schon trapsen, die Dämonen. Willkommen, setzt euch zu mir. Immer zwischen den Jahren könnte ich vergessen, daß es euch gibt.
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Dienstag, 29. 12 09

29.12.09, 23:31 | 'So missin' tug'
"Optimierungsverfahren mit Anwendungen", darüber habe ich einst viel gehört. Dabei waren jedoch stets die Zielvorgaben klar. Sind sie das nicht, sind es womöglich nicht einmal die eigenen, richtigen, so wird auch die Optimierung keinen Erfolg bringen. Das Einstellen der Suche, das vielbesprochene, findet erst statt, kann erst stattfinden, wenn das Ziel bekannt ist. Und ich gestehe damit gern ein, daß eine Suche, eine Optimierung, ein Vergleich stattfindet - mein Tribut an die Zeit, womöglich, oder nur an die hässliche Realität.
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Samstag, 19. 12 09

19.12.09, 05:06 | 'So missin' tug'
Ich altere nicht so schnell. Das meine ich zumindest.

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Und wie wir beide so an der Bar stehen, lauthals singend und trinkend, während ich immer neue alte Lieder suche, da verstehe ich auf einmal die Alten. Den Dude. Den Schlitzer. Die oft am nächsten Tag noch da saßen, als ich zum Aufräumen kam.

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"Wenn Du nicht gekommen wärst, hätten wir nicht getanzt."

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Als ich komme, tanzen zwei. Sehr professionell. Fünf reden. Zwei balgen sich auf dem Sofa. Ihre erstickten Stimmen erzeugen keinen Hass.

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Das Trinken. Es ist nur Durst.
Ich dachte früher, es gehörte dazu. Tut es nicht. Es spielt keine Rolle. Ich trinke, weil ich durstig bin. Singen, tanzen, schreien, den Kleinen tragen, das macht mich durstig.

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Ich habe sie bewundert.
Ich habe versucht, durch Nachahmung teilzuhaben. Zu gefallen. Dabei schüttelten sie nur die Köpfe.
Ich hatte Angst, Alkoholiker zu werden. Ich wollte nicht trinken.
Heute will ich Spaß haben.
Und schüttle den Kopf, wenn die, die mit mir tranken, sich nicht benehmen können. Trotzdem trinke ich weiter.

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Am Anfang ein Lied. Dann ergeben sich alle weiteren.

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Joe, noch einen - für einen wahren Freund.

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Glitzernder Schnee.
Der Kanzler fährt an mir vorbei, als ich nach hause wanke. Ich winke lange. Bevor er außer Sichtweite ist, sehe ich noch die Warnblinke. Er hat mich erkannt.
Erkannt zu werden.

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Ich sehe uns beide hier, an dieser Theke. Wir werden immer später kommen. Immer seltsamere Musik hören. Kauziger werden. Lauter singen. Abstruser tanzen. Weniger und weniger werden sie uns kennen und verstehen, wie wir uns wiegen, uns zuprosten, uns tragen, umarmen. Irgendwann werden wir nicht mehr kommen, und neue beginnen zu tanzen, sich an uns erinnernd, wie wir an unsere Vorgänger. Unsere Ahnen.

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Zuvor: Schneefahrt, Ablehnung, Annahme, Schneefahrt.

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Montag, 29. 06 09

29.06.09, 00:01 | 'So missin' tug'
Ich trage einen Krug von der Sechshundertfünfzigjahrfeier in der Hand, einen Pokal in der andern, und eine Krone aus Knicklichtern um den Kopf. Dabei habe ich nicht einmal mitgespielt. Mein Ellbogen schmerzt, und ich weißt auch, weshalb, und da habe ich diesen und jenen getroffen, und morgen muß ich erklären, wieso mein Auto dort steht.
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Mittwoch, 28. 01 09

28.01.09, 00:52 | 'So missin' tug'
Du bist allein, da draußen. Allein.
(Undmorgen wird das kein Problem mehr sein, wieder.)
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28.01.09, 00:45 | 'So missin' tug'
Ich trinke mir keinen Mut an, sondern ich trinke mir das Drängen weg.
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