Dieseldunst
I'd rather be a forest than a street.
Montag, 6. 10 14

06.10.14, 13:40 | 'Nicht drueber nachdenken'
Es ist noch nicht ganz klar, wo ich ab Donnerstag in Berlin übernachten werde, was ich da alles zu tun gedenke, und sowieso und überhaupt bin ich heute krank.
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Montag, 29. 09 14

29.09.14, 09:21 | 'Nicht drueber nachdenken'
Es ist der Duft nach frisch gehäckseltem Mais, nach kochendem Hydrauliköl, nach heißen Dieseldämpfen und scharrenden Reifenstollen, der mir den Montagmorgen so schwer macht.
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Mittwoch, 17. 09 14

17.09.14, 14:23 | 'Nicht drueber nachdenken'
Auf dem gestrigen Heimweg bin ich allem begegnet, was teure Sportklamotten tragen kann. Da wurden schwerste Bergradgeschütze und ebenso schwere elektrifizierte Oma- und Opa-Räder von Heckträgern gewuchtet, da wurden Hunde aus Autokäfigen gelassen und mit Handtüchern abgerieben, aber natürlich nicht angeleint. Da kamen mir die üblichen, breitschultrigen Cyclocrosser auf dem Asphalt entgegen, die Jogger in den Ausführungen Lycra, Lycra-Professionell, auf dem Parkplatz dehnend und vereinzelt auch joggend, da waren klappernde Stockenten unterwegs, und auf der Autobahnbrücke traf ich sogar einen, der hatte ein Longboard und imitierte mit einem langen Stab das Stand-Up-Paddeln. Die Inline-Skater rollerten vor sich hin, da war von elegant bis uiuiui tatsächlich alles dabei. Alle gemeinsam hatten sie eines: die fünfhundert Meter aus der Stadt hatten sie selbstverständlich mit dem Auto zurückgelegt.
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Montag, 18. 08 14

18.08.14, 10:11 | 'Nicht drueber nachdenken'
Der äußere Reisezwang. Sonst hat man ja nicht gelebt, sonst hat man ja kein Foto für Facebook, soso, jaja.
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Montag, 14. 07 14

14.07.14, 21:10 | 'Nicht drueber nachdenken'
Meine Absage an die Chronologie.
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Montag, 30. 06 14

30.06.14, 09:35 | 'Nicht drueber nachdenken'
Am Montagmorgen sehen meine Hände immer aus, als hätte ich am Wochenende Kirschen gepflückt, Bremsen gewechselt, Kühe gemolken, Messer geschärft und Kälber auf die Welt gezerrt.
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Mittwoch, 18. 06 14

18.06.14, 11:31 | 'Nicht drueber nachdenken'
Die Jacke irgendwo liegenlassen. Kein Problem.
Die Regenjacke nach der Knitterei im Koffer ein wenig entfalten lassen und dann bei den Eltern vergessen. Kann passieren.
Morgens feststellen, daß ein Schutzblech fehlt. Ist doch Sommer.
Für abends zum Klettern verabredet sein, und deshalb zu fester Zeit gehen müssen. Macht man so.
Den ganzen Tag über scheint die Sonne, und im Bauernhof-Chat wird der fehlende Regen beklagt. Als ich aus der Tür komme und das Rad aufschließe, beginnt es zu regnen. Daheim bin ich klatschnass, und als ich an der Tür das Rad wieder anschließe, hört es auf. Ich ziehe mich um und hole mein Kletterzeug. Jacke habe ich immer noch keine. Ich radle los, es beginnt zu regnen. Ich warte vor der Kletterhalle unter einem Vordach, und es hört auf zu regnen. Beim Klettern schaue ich immer wieder aus dem Tor: kein Regen. Ich radle nach hause: es regnet.
Mal sehen, wie lange ich mich noch geduldig und klatschnaß für den durstigen Mais freuen kann.
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Freitag, 23. 05 14

23.05.14, 12:16 | 'Nicht drueber nachdenken'
Meine Hose mit den abtrennbaren Beinen senkt das Bürobekleidungsniveau noch einmal ab. Dafür kann ich morgens kurzbehost radeln und muß mich nicht umziehen. Hurra!
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Montag, 14. 04 14

14.04.14, 11:38 | 'Nicht drueber nachdenken'
Haben Sie eigentlich schon mal einen Füller in eine Tasse warmen Wassers getaucht, zum Zwecke der Reinigung, und dann ganz fasziniert zugesehen, wie sich die Tinte in Schlieren verteilt?
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Donnerstag, 20. 03 14

20.03.14, 15:41 | 'Nicht drueber nachdenken'
Ich hatte jetzt eine Woche Zeit, mich an meine Nase zu gewöhnen. Die trage ich zwar schon länger mit mir herum, aber neuerdings blamiert sie mich tagsüber durch ständiges Tropfen; so viele Servietten kann ich zum Mittagessen gar nicht auf mein Tablett packen, daß ich so davonkommen könnte, und nachts ärgert sie mich durch völlige Verstopfung.
Ich bin Pragmatiker, gewöhne mich an vieles, sage Jo mei und mache weiter, und überhaupt soll es Damen geben, die sich an überaus tiefen Männerstimmen freuen können, und außerdem hilft ein Mundwasser auch gegen den morgendlichen Geschmack nach einer mit offener Klappe verschlafenen Nacht. Ja, ich kann mittlerweile sogar schlafen. Das finde ich toll, denn ganz ohne Schlaf war auch doof.
Wie gesagt, ich gewöhne mich an vieles, arrangiere mich und lasse mich nicht stören. Und vielleicht ist so ein Dauerschnupfen ja gut gegen die Stäube in der Kletterhalle. Sollen ja nicht so gesund sein, wie man hört. Aber daß die Nase jetzt alle Nase lang zu bluten anfängt, mag ich gar nicht. Ständig muß ich aufpassen, nicht über die Tropfen auf dem Papier zu wischen, und mit dem Handrücken schon gar nicht durchs Gesicht. Sonst sehe ich aus wie ein Indianer auf dem Kriegspfad. Darüber grüble ich ein wenig und male mit dem Füller hübsche blaurot verlaufende Blümchen aufs Papier und denke dann, sollte ich jemals für meine Dokumentation wieder auf diese Notizen zurückgreifen müssen, kann ich mich wenigstens darüber amüsieren, daß sie tatsächlich aus Blut und Schweiß bestehen. Und Tinte, Kafferingen und keksfleckigen Fingerabdrücken. Aber heroischer ist Blut, klar.
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