14.05.26, 18:51
Die verworrene Geschichte über eine Gesellschaft mit staatlicher Beteiligung, die munter Gas entgegen der politischen Weisung kauft, ist bereits nach einem Tag diskussionslos von der Startseite der größten deutschen Nachrichtensendung verschwunden. Sowohl das Kanzleramt wird dort zitiert, und zwar mit der aus dieser Zeit sehr bekannten Redewendung, man könne sich nicht erinnern, wie auch der damals zuständige Minister, stets für seine Erklärungen gelobt, der auf eine solche in diesem Fall dann doch lieber verzichten möchte. Stattdessen erzählen wir uns munter weiter die Geschichte, die Ereignisse der Welt hätten keinerlei Einfluss auf dieses Land.
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Andernorts findet man sich in einer alten Diskussionsschleife wieder, die besagt, daß Push und Pull sich gegenseitig ausschließen würden. Was natürlich nicht stimmt, womit beide Seiten recht behalten und von hier an weiterdenken könnten. Aber das kann nun wirklich keiner wollen.
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Meine erste Vatertagsfahrradrunde mit Anhänger. Vater und Sohn. Wie viele dieser Tage mir noch gegeben sind? Du kennst weder den Tag noch die Stunde, sagte die Großmutter einst, die den Krieg noch erlebt hatte. Und der heutige Krieg wird dafür sorgen, daß es keinen sicheren Ort mehr gibt, und keinen, der zu unbedeutend für den Mord sein wird.
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Da der Weg meiner Bücher zum Lesegerät mittlerweile eine einzige, klaffende Baustelle aus veralteten Werkzeugen geworden ist, lese ich ohne Titelbilder, ohne Umschlagtexte und ohne Jahreszahlen. Und ich bin gespannt, wie diese Unbefangenheit mich schärft: Kommt ein Telefon vor? Ein mobiles gar? Das Internet, oder doch ein Segelschiff? Wo sind wir auf der Welt, und wer zum Henker ist die Hauptfigur? Es ist ein sehr freies Lesen, und wie alles Freihändige ist es vorsichtig, tastend und sehr anstrengend für den eigenen Kopf. Doch dient es der Balance, und diesem Zufall danke ich.
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Kleinere Ziele, vielleicht. Mehr Spiele.
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Morgen endlich wieder mit dem Balkenmäher fahren. Wie mir das gefehlt hat. Das frische Gras, die nassen Schuhe, der müder werdende Schritt zum Abend hin.
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Mir kommt ein Schlepper mit Mischwagen entgegen, und so riecht heute nur noch das Gras vom Silohaufen. Die Betonsilos sind besser geworden, die Abdichtung, die beigemischten Bakterien. Die alte Säure ist selten geworden, und ich habe sie schon fast vergessen. Ich radle noch ein wenig hin und her, bis ich den kleinen Stall im Dorf gefunden habe, vor dem der Mischwagen nun steht und mischt. Ich schaue in den Stall, ob die Kühe das Futter mögen. Wir haben uns vielleicht zu sehr gewöhnt an das reine Gras, an die milchsäurefreie Perfektion.
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Andernorts findet man sich in einer alten Diskussionsschleife wieder, die besagt, daß Push und Pull sich gegenseitig ausschließen würden. Was natürlich nicht stimmt, womit beide Seiten recht behalten und von hier an weiterdenken könnten. Aber das kann nun wirklich keiner wollen.
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Meine erste Vatertagsfahrradrunde mit Anhänger. Vater und Sohn. Wie viele dieser Tage mir noch gegeben sind? Du kennst weder den Tag noch die Stunde, sagte die Großmutter einst, die den Krieg noch erlebt hatte. Und der heutige Krieg wird dafür sorgen, daß es keinen sicheren Ort mehr gibt, und keinen, der zu unbedeutend für den Mord sein wird.
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Da der Weg meiner Bücher zum Lesegerät mittlerweile eine einzige, klaffende Baustelle aus veralteten Werkzeugen geworden ist, lese ich ohne Titelbilder, ohne Umschlagtexte und ohne Jahreszahlen. Und ich bin gespannt, wie diese Unbefangenheit mich schärft: Kommt ein Telefon vor? Ein mobiles gar? Das Internet, oder doch ein Segelschiff? Wo sind wir auf der Welt, und wer zum Henker ist die Hauptfigur? Es ist ein sehr freies Lesen, und wie alles Freihändige ist es vorsichtig, tastend und sehr anstrengend für den eigenen Kopf. Doch dient es der Balance, und diesem Zufall danke ich.
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Kleinere Ziele, vielleicht. Mehr Spiele.
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Morgen endlich wieder mit dem Balkenmäher fahren. Wie mir das gefehlt hat. Das frische Gras, die nassen Schuhe, der müder werdende Schritt zum Abend hin.
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Mir kommt ein Schlepper mit Mischwagen entgegen, und so riecht heute nur noch das Gras vom Silohaufen. Die Betonsilos sind besser geworden, die Abdichtung, die beigemischten Bakterien. Die alte Säure ist selten geworden, und ich habe sie schon fast vergessen. Ich radle noch ein wenig hin und her, bis ich den kleinen Stall im Dorf gefunden habe, vor dem der Mischwagen nun steht und mischt. Ich schaue in den Stall, ob die Kühe das Futter mögen. Wir haben uns vielleicht zu sehr gewöhnt an das reine Gras, an die milchsäurefreie Perfektion.