Dieseldunst
I'd rather be a forest than a street.

20.10.14, 12:58 | 'buying in just like a bunch of fools'
Mein Senior, der mir Tee gegen meinen Husten mitbringt. Ich käme ja nie auf solche Ideen, und deshalb rührt mich das sehr.

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Du hast als Herrin versagt, denke ich, als ich mit pochendem Herzen den steilen Waldweg hochtrete. Ich suche doch immer die Herren, ich möchte doch so gern ein Hund sein. Ich habe Dir das sogar einmal gesagt, daß ich ein alter Hund bin, der eben schon ein wenig schlecht hört und schlecht horcht. Aber eine Herrin warst Du nie, und so wurde ich anderer Leute Hund. Gehorsam denen gegenüber, die angerufen haben, denen es jetzt wichtig war. Daß es Dir wichtig war, habe ich nicht gehört. So bin ich verwildert, habe die Nächte draußen verbracht, und irgendwann war ich dann zu weit weg. Ich war wieder ein Wolf, und ich saß lieber draußen, als drinnen zu sein. Jetzt weiß ich das, jetzt ist es so. Dann bin ich oben, das Herz pumpt, die Lungen fliegen, ich spüre Säure in den Beinen. Ich stehe dann da, unter all den Menschen, und es staut sich auf dem kleinen Parkplatz mitten im Wald. Ihr fahrt mit Autos in den Wald. Ich verstehe euch nicht.

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Ich möchte es ja gern recht machen und richtig machen. Und so zerlege ich also den Akku, der nicht mehr recht tun mag, und lerne allerhand. Dann mag ich nicht mehr, als sie Ladegeräte um hunderte Euro als allein seligmachend propagieren. Als der Wille, es richtig zu machen, zum Selbstzweck wird. Als sie aufhören zu spielen und anfangen zu glauben.
Ich besorge mir also ein winziges Ladegerät, das die einzelnen Zellen auf die gleiche Spannung bringen kann. Denn nur so kann man sie neu verschalten. Zellen unterschiedlicher Spannung würden sich beim Parallelschalten gegenseitig an die Gurgel gehen, und das kann ja keiner wollen, da sie sich gegenseitig unkontrolliert laden und entladen würden, um auf ein gemeinsames Spannungsniveau zu kommen.
Außerdem habe ich wohl Zellen, die sich in ihrer Kapazität unterscheiden. Schaltet man die nun in Reihe, geben beide den gleichen Strom ab, und der Akku ist leer, wenn die kleinste Zelle leer ist. Schaltet man sie aber parallel, sind die Spannungen gleich, und jede gibt so viel Strom ab, daß die Spannungen gleich bleiben. Soweit die Theorie.
Dann verliere ich mich in Balancerschaltungen und Strombegrenzern, und es braucht eine gute Stunde, bis ich bemerke, daß ich zu weit bin. Ich will doch nur im dunklen Wald radeln.

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Und im Büro ist ja auch noch einiges los.

Rauchzeichen




mark793   |   20.10.2014, 14:19   |  
Das erinnert mich ein wenig an mich selber, wie ich vor Jahren mit Akkuzellen aus Kleinstaubsaugern und ähnlichen Geräten herumexperimentierte, weil ich es leid war, Babyzellen-Batterien für mein Fahrrad-Vorderlicht nachzukaufen (wiederaufladbare Batterien dieses Formats hatten damals eher Seltenheitswert - oder zumindest war es mir so vorgekommen).

Das ist natürlich immer die Gefahr, dass man über all dem Rumgefrickel das, worum es eigentlich geht, etwas aus dem Auge verliert. Aber lieber dieses Risiko eingehen als es für normal und gottgegeben zu erachten, hunderte Euros für ein Ladegerät auszugeben.

texas-jim   |   20.10.2014, 17:50   |  
Ein Punkt ist mein Geiz: ich sehe das nicht ein. Ebensowenig sehe ich aber ein, alle Nase lang neue Akkus zu kaufen, weil die ja ach so billig sind. Dann lieber ein wenig lernen, ein wenig löten, ein wenig basteln. Und nicht gleich alles wegwerfen.
Auf der anderen Seite kann ich schlicht keine Balancerschaltung bauen. Die Bauteile finde ich beim Elektronikversand nicht, und überhaupt weiß ich zu wenig und habe eigentlich auch nicht so viel Zeit gerade. Und ich will doch bloß mit den Uni-Radlern nicht immer im Dunkeln stehen und halbblind hinter jemandem mit Licht herhetzen.

mark793   |   20.10.2014, 18:57   |  
Solche Abwägungen sind mir auch nicht fremd, obschon meine Möglichkeiten des Schaltung-Entwerfens und Selberlötens sicher viel limitierter sind als Ihre.

Mit dem Nachkaufen von Akkus (oder Batterien) habe ich mich mittlerweile abgefunden. Für die vorige Digitalkamera, die vier AA-Akkus brauchte, habe ich immer sehr hochwertige und leistungsstarke Akkus gekauft, und wenn die Kapazität für die Kamera nicht mehr so recht langte, waren sie immer noch gut genug für dudelndes Kinderspielzeug (von dem es hier nicht soo viel gab) oder die Küchenuhr.

Die Akkus aus dem Fahrradlicht meiner Frau (das jahrelang unbenutzt in einer Kiste im Keller vor sich hinschlummerte) haben auch sensationell viele Ladezyklen mitgemacht. Da habe ich erst neulich mit Erstaunen festgestellt, dass das auch Standardware im AA-Format war.

texas-jim   |   21.10.2014, 16:17   |  
tsd

texas-jim   |   21.10.2014, 16:19   |  
(Dies ist ein Testkommentar, weil ich ständig ausgeloggt werde. Wiesu denn bluß?)

texas-jim   |   21.10.2014, 16:19   |  
Seltsam. Über das Uni-VPN tut es.

texas-jim   |   21.10.2014, 16:19   |  
Und zwar so, wie es soll.
Mitrauchen
 


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