Dieseldunst
I'd rather be a forest than a street.
Donnerstag, 7. 09 17

07.09.17, 09:49 | 'Tod und Teufel'
Gestern dann doch: mit dem Auto ins Büro gefahren. Verdammte Schwäche. Auf dem Heimweg dann auch nicht schneller gewesen als mit dem Rad. Ich schau ja immer auf die gleichen Uhren. Einundzwanzig Autokilometer. Nun.

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Staubwischen auf allen Schränken, den Fenstern, den Simsen, Türrahmen und im Bad. Holla die Staubfee. Ich kann mir meine Faulheit aber auch als Desensibilisierung für den Allergiker verkaufen, bin mir aber dank des nächtlichen Schnupfens nicht mehr ganz sicher.

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Wieder Arbeit am Manuskript. Noch zu viele "overfull hboxes", und wenn Ihnen das nix sagt, seien Sie froh. Ich weiß dafür jetzt, was das "Microtype"-Paket kann. Alles nötige. Umbrüche in den Verzeichnissen stellen sich als Problem heraus, das ich mit irgendwelchen KOMA-Optionen beheben will, die mir wiederum die "geometry" verderben, was mir wiederum die Umbrüche durcheinanderbringt, die ich ja eigentlich verbessern wollte. Seufzend ab, zig mal kompilieren, zack, Mitternacht. Und oben juchzt noch immer die Nachbarin.

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Meine Mutter schickt mir einen Zeitungsartikel über einen Lehrer, den ich sehr verehrt habe, und der nun in Pension geht. Von Auseinandersetzungen mit seinen Themen schwärmt er da, und er erzählt davon, daß er nicht glaubt, etwas hinterlassen zu können. Ich würde ihm sehr gern irgendwie sagen, daß er sehr wohl etwas hinterlassen hat bei mir, daß er zu meinem Wachstum beigetragen hat. Aber vielleicht weiß er das auch schon, weil ich ihn einst besucht habe, weil ich ihn im Frühjahr dieses Jahres, fünfzehn Jahre nach dem Abitur, auf dem Flur begegnet bin, mit leuchtenden Augen meinerseits und keiner Zeit seinerseits.

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Meine neue Büropflanze habe ich kränkelnd übernommen, und nun, am Fenster eingekeilt, höre ich ab und zu, wie sie ein Blatt fallen lässt wie einen Seufzer.
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