Dieseldunst
I'd rather be a forest than a street.
Montag, 15. 02 16

15.02.16, 07:39 | 'Ansatzlos'
An allem selbst schuld, für alles selbst verantwortlich zu sein. In einem weiten, sehr weiten Sinne, nämlich umfassend - ich bin schuld und verantwortlich, wenn es mir schlecht geht. Ich kann etwas tun, daß es mir besser geht, oder etwas lassen, mit dem es mir schlecht geht. Ich allein, no one to blame.

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Alles schwebt, alles fließt, kein fester Stand gerade. Hier oder dort oder anderswo? Fertig werden, abschließen. Bewerben. Warum ich gerade derart auf einen nahtlosen Übergang dränge, als gäbe es etwas zu gewinnen dabei. Dabei lasse ich mir nur zu gern die Ruhe predigen.

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Die Corrs machen wieder Musik. Das ist sehr schön.

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What can I do to make you love me?

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Patientenverfügung und Generalvollmacht. Ich sehe sie liegen, neben Einkaufszetteln und Prospekten für Staubsaugerroboter, und dann fragen sie mich doch. Nein, sie sagen es nur. Schließlich müsse ich nicht einmal unterschreiben. Sie ziehen sich aufs Recht zurück, um nicht fragen zu müssen, und jetzt bin ich schon für drei Menschen verantwortlich. Was, frage ich, wenn sich die Einzelvertretungsberechtigen nicht einig sind? Was, wenn ich jemanden bevollmächtige, der gar nicht verantwortlich sein will? Ich muß beim Notar nicht erscheinen, sagen sie. Nun gut, ich werde auch das noch tragen können.

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Wie seltsam, daß ich nie in Frieden leben kann. Da bin ich lieb und nett und denke mir nichts Böses, und einer pöbelt, daß ich aus der Haut fahren muß. Alle irre.

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Auf der Bühne in schweren Stiefeln, in der langen Radhose, mit Helm auf dem Kopf und Seil um die Schultern, stehe ich auf einer langen Leiter und gestikuliere ins Publikum. Auf den Bildern sieht es aus, als hätte ich Arme, und so gefalle ich mir ja.

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Plötzlich Anheizer, und ich habe die Gardemädels im Schlepptau, tanze mit den Küchendamen auf der Bühne, und dann fährt der Bus, wir spielen irgendwo noch, Schnaps mit Maden drin, und man bietet mir einen Schlafplatz an.

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Wolfsblut. Jack Londons Sicht auf das Leben, und wie froh ich bin, das so früh schon gelesen zu haben. Wie mich das erklärt, wie mich das geprägt hat.

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Als es aufhört zu regnen, laufe ich eine Runde. Die erste größere Runde seit langem, und ich komme drauf, daß ich nur laufe, wenn es mir nicht gut geht, aber so stimmt das nicht. Ich laufe, weil ich das können will. Weil ich das Seitenstechen nicht mag, und weil ich es nicht durch Unterlassen besiegen will. Mittlerweile atme ich anders, nur kurzes Einatmen, das überhaupt nicht die Lungen füllt, und dann langes Ausatmen, als ob ich auf etwas Heißes pusten würde. Das hilft, und jetzt kann ich auch wieder etwas schneller laufen. Noch nicht viel, aber Laufen braucht Zeit. Also das Laufen an sich braucht wenig Zeit, aber diese wenige Zeit braucht man sehr oft.

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Gedankensammlung zum JuJutsu. Aber im Moment passt mir noch nicht einmal der Kittel, und den Gürtelknoten kann ich auch noch nicht.

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Der Vater mit Knie im Krankenhaus, dann mit den Eltern beim Skifahren, Posieren neben einem Münchner Auto, und dann um elf noch Kaffee ebendort. Nun.

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Ach, LaTeX. Ich bekomme keinen Satz zu Papier gerade, oder besser zu PDF, und bastle stattdessen am Layout. Als ob daraus Seiten würden.

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Am Riemen reißen. Klappt nicht mehr recht.

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Ich lese nach, wie das Warten auf Nachrichten unser Verhalten beeinflußt. Dabei wollte ich doch nicht warten.

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Ich will mich bekennen, und ich will, daß Du Dich bekennst.

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Ich weiß, daß ich das bedauern werde.

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Als ob mir das Reisen je geholfen hätte! Aber vielleicht ist es das, nur ich und das Rad, die Wärme und der Schweiß.

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Daß auch von mir ein Wort ausreicht. Daß nur ich für mich verantwortlich bin.

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Es sollte mir nur alles weniger ausmachen. Ignoriert zu werden, nicht gemocht zu werden. Jenes, dieses.

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Nach Luhmann schreiben, indem ich möglichst wenig Information auswähle. Als könnte ein Mensch kommunizieren!

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Konzentration, Punkt eins.
Mich nicht von Dummen stören zu lassen, Punkt zwei.
Gelassenheit, Zuversicht. Und ein herzliches Fickt euch.
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