25.02.26, 19:10
Ein Nachmittag im Dickicht des Gartens mit Säge und Gabel. Nun ist wieder jede Menge Gehölzschnitt angefallen, nach dem zu vermutenden Ende des Winters hoffentlich ohne Schäden an der Tierwelt. Einen Teil hatte ich bereits im Dezember geschnitten, denn für ein paar unsichere Tage im Frühjahr ist es schlicht zu viel. Wenn alles Leben schon wieder in den Startlöchern tobt. Tatsächlich fand ich noch ein leeres Vogelnest, gebaut aus holzigen Gräsern und sehr dünnen Zweigen. Und einer elegant eingebauten Plastiktüte. So weit sind wir dann doch nicht entfernt von der Welt, denke ich, als ich das Plastik aus dem Nest zupfe. Vielleicht kehren die Küken ja einst zurück, dann werden sie ihren Busch nicht wiederfinden. Doch das Grundstück ist groß, die Hecken sind lang, ich werde wohl erst in fünf Jahren wieder an dieser Stelle aufräumen können. Und wie gut die Sonne tat. Es war ein Auftauen in mir, fast möchte ich Frühlingsgefühle verkünden. Noch ist es Februar, und ich schon jenseits der vierzig. Vielleicht reicht mir die Zeit noch, um ein besserer Mensch zu werden.