24.11.25, 11:00
Ich halte mich für gefasst genug, um in den ganz kritischen Situationen, in denen es vielleicht um ein Leben, mindestens aber um einen Finger gehen mag, schnell und entschieden das Nötige zu tun. Ich lebe in diesem Moment damit, daß keine Entscheidung sicher die falsche ist, und danach muß ich damit leben, vielleicht die falsche Entscheidung getroffen zu haben. Das gelingt mir deutlich schlechter, und so kommt im Moment allzu oft ein Stein dazu, der mir in den schlechten Stunden dann auf dem Herzen liegt, den ich dort hin und her die endlosen Hügel hinaufrolle, in meinem inneren Steinbruch der Schande und der Scham. Und ich möchte stets so leben, daß ich am Abend zu müde bin, um in diesem dunklen Tal aufzuwachen.